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Erst Hoffenheim, dann Brasilien: Die verrückteste HSV-Woche des Jahres

Links: Hamburger Winter: Jeffrey Bruma (l.) und der HSV wollen Hoffenheim (hier Fabian Johnson) besiegen.

Rechts: Brasilianischer Sommer: Heiße Hüften und coole Rhythmen erwarten den HSV 11 000 Kilometer entfernt in Porto Alegre.
Links: Hamburger Winter: Jeffrey Bruma (l.) und der HSV wollen Hoffenheim (hier Fabian Johnson) besiegen. Rechts: Brasilianischer Sommer: Heiße Hüften und coole Rhythmen erwarten den HSV 11 000 Kilometer entfernt in Porto Alegre.
Foto: Witters

Es ist erst wenige Wochen her, da feierte der HSV seinen 125. Geburtstag. Mit einer gewaltigen Gala, reichlich Getöse und noch mehr Anekdoten. Nichts gegen das, was jetzt kommt – eine so verrückte Fußball-Woche wie diese, hat selbst der steinalte Bundesliga-Dino noch nicht erlebt.

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Die Ansage kam etwas überraschend, aber sie stieß auf reichlich Gegenliebe. Kurzfristig gab Thorsten Fink seinen Profis trainingsfrei, der Montag stand zur freien Verfügung. Schlau vom Trainer. Denn auf ihn und seine Profis wartet das wohl turbulenteste Wochenende ihrer Karriere – mit zwei Spielen innerhalb von 28 Stunden, Temperaturunterschieden von 35 Grad, einer Reisestrecke von 22 000 Kilometern und insgesamt 32 Flugstunden ...

Die Wahnsinns-Woche des HSV. Los geht es am Freitag, mit dem Heimspielabschluss des Jahres gegen Hoffenheim – Anpfiff: 20.30 Uhr. Zweieinhalb Stunden später wollen Fink und seine Jungs schon im Flieger nach Brasilien sitzen. Dort weiht der HSV tags darauf um Mitternacht deutscher Zeit die neue, schmucke Arena von Gremio Porto Alegre ein. Montagmittag geht es zurück nach Hamburg. Mit 825 000 Euro Antrittsgage im Gepäck. Und müden Beinen.

Schon verrückt, dieser Trip nach Südamerika - zumal nur vier Tage nach der Heimkehr nach Hamburg noch die Partie in Leverkusen (15.12.) ansteht. Fink lässt sich nicht schocken, er sagt: „Ich habe einige Jahre bei den Bayern gespielt und bin es gewohnt, dass solche Spiele und Reisen gemacht werden.“ Nach kurzer Bedenkzeit aber gibt er zu: „Na ja, so eine Reise zwischen zwei Spieltage zu packen, ist schon ungewöhnlich ...“

Der HSV aber braucht Geld, um die fehlenden Europapokal-Einnahmen zu kompensieren. Deshalb erklärt der Trainer: „Wir müssen auch an den Verein denken! Und bis zum Leverkusen-Spiel bleiben uns ja vier Tage – es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich der Körper nach 48 Stunden von solchen Reisen erholt. Außerdem reisen wir äußerst bequem. Es gibt kein Alibi für die Spieler!“

Dennoch: Mit dem Trip nach Südamerika schraubt der HSV seine Saison-Testspieleinnahmen auf stolze vier Millionen Euro. Hoffentlich ist der Preis dafür diesmal nicht zu hoch.

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