Wenn er etwas besitzt, dann ist es Geduld. „Ich weiß ja, wie das ist“, sagt Romeo Castelen und muss selbst schmunzeln. „Warum also sollte ich jetzt nicht warten können? Hamburgs größter Pechvogel der vergangenen Jahre ist auf Vereinssuche. Still und leise, fast schon ein wenig heimlich. Mit weitaus weniger Getöse als die ebenfalls verabschiedeten David Jarolim und Mladen Petric. Und doch ist Castelen Hamburgs erster richtiger Abgang.
Ein paar Tage noch, dann ist er weg. „Sobald die U23 nicht mehr trainiert, gehe ich mit meiner Familie nach Den Haag zurück“, sagt der Mann, der in den vergangenen vier Jahren vier Knie-Operationen über sich ergehen lassen musste. Immer wieder kämpfte er sich heran, stets folgte ein Rückschlag. Das Ende seiner HSV-Geschichte passt irgendwie zum Schicksal des Holländers. „Ich bin jetzt fit, seit langer Zeit schon“, erzählt der 29-Jährige. „Aber jetzt wurde ich beim HSV nicht mehr gebraucht. Das ist schade, denn jetzt hätte ich wirklich helfen können.“ Der HSV und Castelen – sollte halt irgendwie nicht sein.
Nun also eine neue Herausforderung. Wo auch immer, „am liebsten in Deutschland oder Holland, Gespräche laufen, aber es ist noch nichts klar“, sagt Romeo auf der Suche nach seiner neuen Julia. „Im Moment hänge ich etwas in der Warteschleife. Die Vereine müssen erst mal verstehen, dass ich wirklich richtig gesund bin.“ Fast scheint es, als klinge die Nachricht für viele zu schön, um wirklich wahr sein zu können.
Schnappt sich der HSV Herthas Raffael? Der 27-Jährige ist einer der Kandidaten der Klubbosse fürs kreative Mittelfeld, allerdings sehr teuer (Marktwert laut transfermarkt.de: 7,5 Millionen Euro). Die Chance auf eine Verpflichtung bietet sich wohl nur, wenn die Hertha am Dienstag absteigt – denn dann müssen die Berliner abspecken.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Bayern München | 98:18 | 91 | ||
| 2 | Borussia Dortmund | 81:42 | 66 | ||
| 3 | Bayer Leverkusen | 65:39 | 65 | ||
| 4 | FC Schalke 04 | 58:50 | 55 | ||
| 5 | SC Freiburg | 45:40 | 51 | ||
| 6 | Eintracht Frankfurt | 49:46 | 51 | ||
| 7 | Hamburger SV | 42:53 | 48 | ||
| 8 | B. Mönchengladbach | 45:49 | 47 | ||
| 9 | Hannover 96 | 60:62 | 45 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 39:47 | 44 | ||
| 11 | VfL Wolfsburg | 47:52 | 43 | ||
| 12 | VfB Stuttgart | 37:55 | 43 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 42:44 | 42 | ||
| 14 | Werder Bremen | 50:66 | 34 | ||
| 15 | FC Augsburg | 33:51 | 33 | ||
| 16 | 1899 Hoffenheim | 42:67 | 31 | ||
| 17 | Fortuna Düsseldorf | 39:57 | 30 | ||
| 18 | SpVgg Greuther Fürth | 26:60 | 21 | ||
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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