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Er ist auf Vereinssuche: Romeo Castelen: „Ich hänge in der Warteschleife“

Romeo Castelen wird mit Blumen verabschiedet.
Romeo Castelen wird mit Blumen verabschiedet.
Foto: WITTERS

Wenn er etwas besitzt, dann ist es Geduld. „Ich weiß ja, wie das ist“, sagt Romeo Castelen und muss selbst schmunzeln. „Warum also sollte ich jetzt nicht warten können? Hamburgs größter Pechvogel der vergangenen Jahre ist auf Vereinssuche. Still und leise, fast schon ein wenig heimlich. Mit weitaus weniger Getöse als die ebenfalls verabschiedeten David Jarolim und Mladen Petric. Und doch ist Castelen Hamburgs erster richtiger Abgang.

Ein paar Tage noch, dann ist er weg. „Sobald die U23 nicht mehr trainiert, gehe ich mit meiner Familie nach Den Haag zurück“, sagt der Mann, der in den vergangenen vier Jahren vier Knie-Operationen über sich ergehen lassen musste. Immer wieder kämpfte er sich heran, stets folgte ein Rückschlag. Das Ende seiner HSV-Geschichte passt irgendwie zum Schicksal des Holländers. „Ich bin jetzt fit, seit langer Zeit schon“, erzählt der 29-Jährige. „Aber jetzt wurde ich beim HSV nicht mehr gebraucht. Das ist schade, denn jetzt hätte ich wirklich helfen können.“ Der HSV und Castelen – sollte halt irgendwie nicht sein.

Nun also eine neue Herausforderung. Wo auch immer, „am liebsten in Deutschland oder Holland, Gespräche laufen, aber es ist noch nichts klar“, sagt Romeo auf der Suche nach seiner neuen Julia. „Im Moment hänge ich etwas in der Warteschleife. Die Vereine müssen erst mal verstehen, dass ich wirklich richtig gesund bin.“ Fast scheint es, als klinge die Nachricht für viele zu schön, um wirklich wahr sein zu können.

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