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Doppelpack beim HSV-Sieg: Calhanoglu lässt den Volkspark beben

Netzte gegen Braunschweig gleich zwei Mal ein: Hakan Calhanoglu (r.). Der 19-Jährige jubelt mit Trainer Thorsten Fink.
Netzte gegen Braunschweig gleich zwei Mal ein: Hakan Calhanoglu (r.). Der 19-Jährige jubelt mit Trainer Thorsten Fink.
 Foto: Witters

Er hat wirklich einen Zauberfuß: Hakan Calhanoglu brauchte gegen Braunschweig nur elf Minuten, um sich mit einem Doppelpack in die Herzen der Fans zu spielen. Ein Supertor und ein traumhafter Freistoß - Hakan lässt den Volkspark beben!

Was für ein Auftritt. Elf Minuten vor Schluss wurde der Deutsch-Türke, der sich unter der Woche für die türkische Nationalmannschaft entschieden hatte, eingewechselt. Die erste Ballberührung gleich zauberhaft. Zwei Haken am Sechzehner, schnell nach innen gezogen und rein ins Glück zum 3:0. Sein erster Bundesliga-Treffer. Der musste ordentlich gefeiert werden. Sein irrer Jubellauf hatte die Endstation Thorsten Fink. „Bevor ich reinkam, hat er mein Tor vorausgesagt und mir gesagt, dass er es mir gönnt“, erklärte der 19-Jährige hinterher euphorisch.

Der Grund, warum er der letzte Profi war, der sich nach einem Autogramm- und Interview-Marathon in die Kabine kämpfen konnte, folgte aber erst noch. Endlich konnte er in seiner Paradedisziplin glänzen: dem Freistoß.

In Karlsruhe versenkte er im Vorjahr sieben ruhende Bälle, jetzt ballert er auch beim HSV los. „Zoua wollte schießen, aber ich habe gesagt 'ne lass mal' und habe mir den Ball genommen. Ich wollte den Freistoß unbedingt“, verriet Calhanoglu. Aus knapp 17 Metern zirkelte er die Kugel frech in die Torwartecke, blieb ganz cool auf der Stelle stehen, um sich feiern zu lassen.

Die Zuschauer auf den Rängen rasteten aus, Fink und Sportchef Oliver Kreuzer lagen sich in den Armen und die Mitspieler begruben den Youngster unter der Jubeltraube. Er wird diesen Tag wohl nie vergessen. „Ich werde sicher nicht einschlafen können und das Trikot bewahre ich mir auf“, sagte Mr. Zauberfuß.

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