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Diese sieben Stars sollen gehen: HSV: Jetzt wird ausgemistet!

Neu auf der Streichliste für den Winter: Denn Ivo Ilicevic könnte dem HSV eine Millionenablöse bescheren.
Neu auf der Streichliste für den Winter: Denn Ivo Ilicevic könnte dem HSV eine Millionenablöse bescheren.
 Foto: Witters

Einmal noch schlafen, dann 90 Minuten Gas geben – und schon ist Winterpause. Die Profis des HSV haben am Sonnabend in Leverkusen (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) ihren letzten Arbeitstag des Jahres. Für ihre Bosse geht es dann erst richtig los: Der Kader muss im Winter kräftig ausgedünnt werden, Millionen sollen her. Zumal der Verein nun offenbarte, wie sehr ihn der Schuh finanziell tatsächlich drückt.


Die Zahlen waren zu erwarten, alarmierend klingen sie dennoch. Ein sattes Minus von 6,6 Millionen Euro weist der HSV in seiner Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr aus – noch mehr als im Jahr zuvor (4,9 Millionen). Und auch für die laufende Saison wird ein ähnlicher Fehlbetrag erwartet. „Diese Zahlen gehen so natürlich nicht“, stellt Vorstandsboss Carl Jarchow klar. „Wir arbeiten intensiv daran, dass die Zahlen für das laufende Geschäftsjahr besser ausfallen.“


Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem kickenden Personal. „Es ist sehr wichtig, dass wir tätig werden“, betont Jarchow. Intern setzten sich die Vereinsoberen schon vor Wochen das Ziel, 6,4 Millionen Euro in diesem Winter einzusparen – durch Ablösesummen und Transfers. Und tatsächlich will der HSV gleich sieben Spieler abgeben, um Geld einzunehmen.

HSV-Sportchef Frank Arnesen will den Rotstift ansetzen – und kräftig verkaufen.
HSV-Sportchef Frank Arnesen will den Rotstift ansetzen – und kräftig verkaufen.
 Foto: Witters


In den Tagen nach dem Leverkusen-Spiel werden sich Trainer Thorsten Fink und Sportchef Frank Arnesen nochmals beraten und genau festlegen, von wem sich der HSV trennen will. Doch die Liste dürfte klar sein: Neben Ersatzkeeper Jaroslav Drobny (33), Slobodan Rajkovic (23), Robert Tesche (25) und Marcus Berg (26) sollen nach Möglichkeit Gojko Kacar (25) und Jacopo Sala (21) den Verein verlassen.

Auch Ivo Ilicevic (26) ist mittlerweile ein Kandidat – weil er am ehesten eine Ablöse von drei bis vier Millionen Euro einbringen könnte. Auf ihn passt, was Thorsten Fink als generelle Aussage stehen lassen will: „Es gibt Spieler, die nicht zufrieden sind. Dann muss man sich Gedanken machen“, so der Trainer. „Da sollte jeder für sich selbst überlegen: Ist es besser, beim HSV auf der Bank zu sitzen, oder woanders zu spielen?“


Arnesen zückt den Rotstift. Die meisten Berater der betroffenen Spieler sind bereits informiert. Sein größtes Problem: Die teilweise horrenden Gehälter machen auch den Platz auf der Bank bequem. Bestes Beispiel ist Drobny (Jahresverdienst: 1,7 Millionen Euro), der wohl lieber seinen Vertrag bis Sommer aussitzt, als woanders weniger Geld zu verdienen.


Wie viele seiner Ladenhüter wird der HSV los? „Ich kann noch nicht abschätzen, was uns die Wintertransfers einbringen“, sagt Jarchow. Wäre nicht schlecht, wenn der Klub mal positive Zahlen präsentieren wird.

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