Was für ein enges Höschen für den HSV. Mit Ach und Krach schlitterten die Profis von Trainer Thorsten Fink an einer Pokal-Blamage vorbei, siegten 2:1 (0:1, 1:1) nach Verlängerung bei Regionalligist Eintracht Trier.
Fink hatte kräftig gepokert – und kam mit einem blauen Auge davon. Auf sieben Positionen veränderte er sein Team und schickte eine aufgemotzte B-Elf ins Rennen. Das wäre ihm vor 10.300 Fans beinahe verdammt teuer zu stehen gekommen. Erst Dennis Aogos traumhafter 22-Meter-Freistoß aus der 112. Minute bescherte dem HSV eine Prämie von 531.000 Euro für das Erreichen der dritten Runde. Aber was war das zuvor für eine Qual.
Früh deutete sich an, dass es ein Tag sein könnte, an dem aus Hamburger Sicht wenig bis gar nichts funktionieren würde. Um 18.58 Uhr wollte der Teambus des HSV die Tore des Trier Stadions passieren, wurde aber von einem Falschparker aufgehalten. Erst nach knapp 25 Minuten ging es weiter. Verspätet und leicht genervt trotteten die Hamburger in ihre Kabine. Und ihre Laune sollte sich zunächst weiter verschlechtern.
Pomadig begann der HSV, schaute sich das alles erstmal an – und wurde ganz kalt erwischt. Mancienne sah den Ball nach einem langen Pass der Trierer im Seitenaus, hob den Arm, stellte aber das Laufen ein – ein kapitaler Bock, denn Kuduzovic zog auf und davon, passte in die Mitte, wo Kulabas einschob (8.). Die frühe Führung für den Außenseiter. Stang hätte gar erhöhen können (23.).
Es war ein über alle Maßen erschütternder erster Durchgang des HSV. Geschockt, behäbig und ohne Rezept fand die Fink-Elf nie ein Durchkommen gegen taktisch disziplinierte Trierer. Der Coach reagierte, erhoffte sich nach dem Wechsel durch die Hereinnahme von Guerrero und Skjelbred mehr Tempo und Torgefahr.
Westermanns Kopfball (50./nach einer Aogo-Ecke) bedeutete prompt die erste Torchance. Doch hätte Keeper Drobny nicht so glänzend gegen Kulabas Kopfball reagiert (61.), die Partie wäre wohl entschieden gewesen. So aber kam der HSV doch noch zurück: Skjelbred flankte, Berg hielt den Kopf rein und die 2000 HSV-Fans jubelten. Das 1:1, eine Erlösung (63.).
Trier wackelte nun bedenklich, fiel aber nicht. Guerrero verfehlte Diekmeiers Flanke um Haaresbreite – das hätte es schon sein können (90.). Doch erst die Verlängerung brachte die Entscheidung. Drobny parierte erneut stark (gegen Zittlau/102.), dann packte Aogo (erstes HSV-Tor überhaupt) seinen Freistoßhammer aus. Der späte Sieg. Und beinahe die erste ganz heftige Schramme für Fink.
Am Trikot, an der Stimme oder an der Frisur - es gibt unterschiedliche Merkmale an denen HSV-Fans ihre Lieblingsspieler erkennen können. Aber wie sieht es denn mit den Augen aus?
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
Ein Spiel, ein Sieg: Frank Arnesens Trainerkarriere beim HSV hätte nicht besser laufen können. MOPO.DE zeigte die Punkteausbeute aller 33 Bundesliga-Trainer des Vereins.
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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