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Der HSV in Nürnberg: Drobny & Rincón: Mit Schmerzen zum Klassenerhalt

Jaroslav Drobny (hinten) und Tomás Rincón (vorne) zählen im Abstiegskampf zu den Stützen des HSV.
Jaroslav Drobny (hinten) und Tomás Rincón (vorne) zählen im Abstiegskampf zu den Stützen des HSV.
 Foto: WITTERS

Sie zählen zu den großen HSV-Stützen im Abstiegskampf. Torwart Jaroslav Drobny und Mittelfeld-Terrier Tomás Rincón wollen am Sonnabend in Nürnberg (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) helfen, einen ganz, ganz wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Beide HSV-Profis durchleben derzeit besondere Geschichten. Die MOPO erzählt sie.

Boxt sich Drobny aus seinem Vertrag?

Vernunft ist nicht angesagt. Zumindest jetzt noch nicht. Jaroslav Drobny wird auch hin Nürnberg mit Schmerzen auflaufen, nach wie vor bereitet die linke Hand Probleme. Doch der Keeper will erneut zum Retter werden. Boxt, faustet und fängt sich „Drobo“ bereits am Sonnabend aus seinem Vertrag?


Eine paradox anmutende Situation. Je schneller Drobny dem HSV die Klasse hält, desto eher darf er sich einen neuen Klub suchen. Der Zugang von René Adler für den Sommer gilt bei glücklichem Saisonausgang als sicher – wenngleich der Deal nach wie vor auch an einer vom HSV gewünschten Fitness-Klausel im Vertrag hängt.


Drobny spielt um seine Zukunft. Und um die des HSV. Der Mann, der seit Wochen allen Schmerzen trotzt, will in Nürnberg das Abstiegsleid endgültig vertreiben – und dann selbst das Weite suchen.

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Auch Rincón spielt mit Schmerzen

Seit sieben Wochen sind sie sein steter Begleiter. Irre Schmerzen am Schienbein plagen Tomás Rincón. Eine wachteleigroße Beule ziert den Unterschenkel des Venezolaners. „Am Anfang hat es brutal wehgetan, jetzt wird es langsam besser“, sagt der HSV-General, der wie selbstverständlich auf die Zähne beißt.


Jeden Tag schluckt er eine Schmerztablette, in den Spielen kommt auf die geschundene Stelle unter den Schienbeinschoner ein zusätzlicher Protektor. Die Knochenhautentzündung, sie ist laut HSV-Ärzten eine Folge der extremen Belastung in dieser Saison. Rincón spielt seit zwei Jahren fast pausenlos durch. Als die Kollegen urlaubten, trieb er Venezuela bei der Copa América ins Halbfinale, haute sich danach direkt für den HSV ins Feuer.


Rincón ist einer der wenigen Gewinner dieser Saison, auf einen Treffer wartet er aber auch nach 79 HSV-Einsätzen noch. „Auch wenn das nicht meine Hauptaufgabe ist, ärgert mich das“, sagt der 24-Jährige, auf den nach dem Saison-Endspurt noch zwei WM-Quali-Spiele (2./9. Juni) warten. „Aber davor will ich noch ein bisschen Urlaub in Miami machen“, sagt er. Neben Frau Karina wird sich auch sein Schienbein darauf freuen.


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