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Der Bergedorfer bleibt: HSV bestätigt: Neuer Vertrag bis 2015 für Lam!

Zhi Gin Lam (20) gehört mittlerweile fest zum HSV-Profikader und hat bereits fünf Mal in der Bundesliga gespielt.
Zhi Gin Lam (20) gehört mittlerweile fest zum HSV-Profikader und hat bereits fünf Mal in der Bundesliga gespielt.
Foto: Witters

Er lebt seinen Traum. Zhi Gin Lam ist die Entdeckung des HSV, er hat das geschafft, wovon alle träumen – aus der Jugend des Klubs ab in die Bundesliga! Am Donnerstag bestätigte der HSV, was die MOPO-Leser schon wussten: Lam verlängert seinen auslaufenden Vertrag bis 2015!

„Zhi Gin hat eine tolle Entwicklung genommen. Er ist schnell, hat eine sehr gute Technik und viel Spielwitz“, sagte HSV-Sportchef Frank Arnesen: „Für uns ist es zudem sehr wichtig, dass wir Spielern, die aus unserer eigenen Jugend kommen, die Chance geben, sich in der Bundesliga durchzusetzen.“

Doch nicht nur beim HSV sorgt der Hamburger Jung für Begeisterung.

Wir sind in Bergedorf, Stadtteil Lohbrügge. Hier am Binnenfeldredder, eingebettet vom Gymnasium und eher tristen Wohnblocks, begann die noch junge Karriere des neuen HSV-Juwels. Daniel Busch (33) bekommt leuchtende Augen, wenn er an die ersten Trainingseinheiten des damals achtjährigen Zhi Gin denkt. „Ein paar Tage trainierte er bei meinem Vater“, sagt der Ex-Jugendcoach des VfL Lohbrügge. „Schon nach der ersten Einheit sagte mein Papa: Ich hab’ da einen Jungen, den müssen wir im Auge behalten, der kann richtig was! Man hat sofort gesehen, was Zhi Gin für ein Talent ist.“ Zwölf Jahre später feierte der nun 20 Jahre alte China-Kracher (sein Papa stammt aus Hongkong) sein Bundesligadebüt.

hfr
Glückliche Jugendjahre: Der damals zehnjährige Zhi Gin (eingekreist) im Dress des VfL Lohbrügge. Schon damals stach er auf dem Platz hervor.

Eine Karriere, die man schöner nicht planen könnte. Fünf Jahre kickte Lam bei Busch, ging dann nach Nettelnburg/Allermöhe – und wenig später in die HSV-Jugend. Schon in Lohbrügge zeigte er schnell, was Sache ist. „Er war zehn, da haben wir im Training kleine Spielchen gemacht“, erinnert sich Busch. „Die Jungs sollten mich ausspielen und dann aufs Tor schießen. Und dann kommt Zhi Gin auf mich zu und hebt den Ball mit der Hacke über mich – wie Okocha! Ich war fassungslos.“

Noch heute stehen die beiden in regem Kontakt. „Es war eine tolle Zeit beim VfL, sowas vergisst man nicht“, sagt Lam. Alle paar Wochen kicken sie mit anderen Kumpels in der Halle. „Eine schöne Abwechslung“, meint die HSV-Entdeckung. „Ich finde es toll, dass Daniel und ich weiter Kontakt haben. Er ist mir wichtig, er war doch mein erster Trainer.“

Im Herzen von Lohbrügge: Daniel Busch am Binnenfeldredder – hier brachte er Zhi Gin Lam  das Kicken bei.
Im Herzen von Lohbrügge: Daniel Busch am Binnenfeldredder – hier brachte er Zhi Gin Lam das Kicken bei.
Foto: Thomas Rokos

Mittlerweile ist Busch nur noch Fan. Er verfolgt jeden Auftritt seines Ex-Schützlings am TV. „Ich bin wahnsinnig stolz auf ihn“, sagt er. „Und ich denke, er packt’s bei den Profis. Hätte er auch schon früher schaffen können. Aber Michael Oenning war dagegen, ihn schon im Sommer zu den Profis zu holen. Cardoso hat sein Talent nun erkannt.“

Zhi Gin Lam, Lohbrügges dritter Bundesligaspieler nach Nationalspieler Norbert Meier (jetzt Trainer in Düsseldorf) und Marcus Marin. Auch sie kickten einst am Binnenfeldredder. Nun erhalten die tristen Hochhäuser am Rande der Talentschmiede einen neuen Glanz.

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