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Aussortierter bleibt beim HSV: Gojko Kacar: 4,35 Millionen Euro – für nichts?

HSV-Profi Gojko Kacar ließ den Wechsel zu Hannover 96 platzen, weil er 500.000 Euro mehr wollte.
HSV-Profi Gojko Kacar ließ den Wechsel zu Hannover 96 platzen, weil er 500.000 Euro mehr wollte.
 Foto: Witters

Der HSV und Hannover 96 waren sich bereits einig. Hamburgs Sportdirektor Frank Arnesen und sein Kollege Jörg Schmadtke hatten vereinbart, dass Gojko Kacar für zwei Millionen Euro die Seiten wechselt. Doch in letzter Minute platzte der Deal, da dem serbischen Mittelfeldspieler das Angebot der Niedersachsen nicht zusagte. Wie es aussieht, bleibt Arnesen im Winter auf Kacar sitzen. Ein teures Ärgernis. Denn die MOPO deckt auf: Ab Sommer kostet der Aussortierte den HSV noch mehr Kohle als bisher.

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Als Kacar im Juli 2010 für 5,5 Millionen Euro von Absteiger Hertha BSC verpflichtet wurde, garantierte ihm der damalige Boss Bernd Hoffmann zur Saison 2013/2014 eine Gehaltserhöhung. Obwohl zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen war, ob Kacar die sportlichen Anforderungen überhaupt erfüllen würde. Mittlerweile ist bekannt: Er konnte es nicht.


Doch der Rubel rollt. Derzeit kassiert Kacar beim HSV ein Grundgehalt in Höhe von 1,5 Millionen Euro (plus Prämien). Ab Sommer steigen die Bezüge auf 1,8 Millionen Euro. Ganz egal, welche Rolle er im Team einnimmt. Hannover bot ihm die Perspektive auf einen Stammplatz und die Möglichkeit, in der Europa League zum Einsatz zu kommen. Der Vertrag bis 2016 hätte ihm insgesamt 4,2 Millionen Euro eingebracht. Das war Kacar zu wenig. Er verlangte 500.000 Euro mehr – und pokerte zu hoch.

In Hamburg trainiert Gojko Kacar mit dem Regionalliga-Kader des HSV.
In Hamburg trainiert Gojko Kacar mit dem Regionalliga-Kader des HSV.
 Foto: Witters

Der Serbe träumt weiter von seinem Durchbruch, Trainer Thorsten Fink hat die Hoffnung darauf aufgegeben. Er plant im Zentrum vor der Abwehr mit Milan Badelj, Tolgay Arslan oder Petr Jiracek. In der Rückrunde dürfte Kacar zwischen Tribüne und Ersatzbank pendeln. Nachdem er das vom HSV erhoffte Geschäft mit Hannover 96 platzen ließ, setz Fink ein klares Zeichen: Er ignoriert den Wunsch des Spielers, in das Trainingslager nach Abu Dhabi nachreisen zu dürfen – und ordnete an, dass Kacar bei der U23 anzutreten habe.


Sportchef Arnesen legte verbal nach. Dass der Transfer nicht zum Abschluss gebracht worden wäre, sei „sehr schade“ für den HSV, für Hannover und auch für Kacar selbst. Dennoch will er weiter versuchen, ihn loszuwerden: „Wir haben jetzt bis Ende des Monats Zeit, um einen anderen Verein für Gojko zu finden.“


Diese Aussage wurde von Milan Kacar, dem Berater und Onkel des Profis, allerdings völlig entspannt zur Kenntnis genommen. „Wir werden keinen anderen Verein suchen. Wenn sich jemand meldet, hören wir uns das an. Ansonsten warten wir erst mal die Rückrunde ab. Es ist ja nicht so, dass Gojko unbedingt vom HSV weg will“, sagte er der MOPO.

Warum sollten sie auch aktiv werden? Der Vertrag in Hamburg garantiert dem Mittelfeldspieler (ohne Einsatz in der Hinrunde) bis 2015 schließlich Gehaltszahlungen in Höhe von 4,35 Millionen Euro - für nichts?

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