HSV
Der HSV bei der MOPO: News, Interviews und Ergebnisse zum Fußball-Bundesligisten Hamburger SV.

MOPOSportHSV
Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 

Andreas Rettig im Gespräch: HSV fahndet nach einem Nachfolger für Sportchef Arnesen

Noch ist Frank Arnesen der Sportchef des HSV.
Noch ist Frank Arnesen der Sportchef des HSV.
Foto: WITTERS

Alles auf Null. Nach einer Saison der verpassten Chancen, so bleibt es haften. Der HSV räumt seinen Kader auf, will mehrere Profis loswerden und einige holen – doch die Vorzeichen verdichten sich, dass zunächst mal der geht, der das alles managen sollte: Sportchef Frank Arnesen steht auf der Kippe.

Wieder nichts mit Europa. Schade, aber Schwamm drüber, so die Grundstimmung zum Saisonausklang. Der HSV blickt nach vorn, um dann im neuen Jahr voll anzugreifen. „Wenn wir den Kader punktuell verstärken, wird die Europa League unser Ziel sein“, sagt Trainer Thorsten Fink. Doch wer gemeinsam mit ihm diese Planungen vorantreiben wird, ist völlig offen. Plötzlich ist auch die Planstelle des Sportchefs verhandelbar.

Es könnte alles ganz schnell gehen. Nicht auszuschließen sogar, dass Arnesen noch im Mai seinen Hut nimmt! Mögliche Nachfolger werden längst gehandelt. Mit DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig soll der Aufsichtsrat des HSV nach MOPO-Informationen bereits Kontakt aufgenommen haben. Auch Hannovers Ex-Sportchef Jörg Schmadtke wäre bei einer Demission Arnesens ein Kandidat. Manfred Ertel, Boss der HSV-Kontrolleure, sagte der MOPO dazu nur: „An Gerüchten beteilige ich mich nicht.“

Umfrage Sport

Arnesen vor dem Abgang? Fakt ist: Eine Verlängerung seines bis 2014 laufenden Kontraktes ist wohl vom Tisch. Den Plan, sich mit dem Dänen Anfang September, nach der Sommer-Transferperiode, darüber auszutauschen, haben die in dieser Frage gespaltenen Räte verworfen. Macht es aber Sinn, einen Sportchef im Amt zu belassen, dessen Vertrag nicht verlängert werden soll? Nein! Klar ist allerdings, dass eine vorzeitige Trennung teuer wäre. Nimmt man Arnesens Jahresgehalt als Maßstab, wäre ein Betrag von rund zwei Millionen Euro fällig.

Kommt es dazu, könnte die Personalie Rettig schnell Fahrt aufnehmen. Dem in der Szene hoch angesehenen 50-Jährigen, der bis Ende 2011 erfolgreich beim FC Augsburg arbeitete, lag bereits im Vorjahr eine Anfrage des HSV vor. Damals sagte er ab. Dem Vernehmen nach soll Rettig mittlerweile aber wieder heiß auf Vereinsarbeit sein.

Und Arnesen? Am Montag reiste der Sportchef mit seinen Profis zum Kick nach Meldorf, verfolgte das 7:3 von der Bank aus. Am Rande des Spiels sprach sein Trainer über das Anforderungsprofil der gesuchten Verstärkungen. „Diese Spieler müssen gar nicht so teuer sein“, erklärte Fink, „aber sie müssen jede Woche hungrig sein und in unsere Philosophie passen.“ Möglich, dass diese schon bald von einem anderen Sportchef vorgegeben wird.

Auch interessant
comments powered by Disqus
Weitere Meldungen HSV
Zwei Treffer in zwei Spielen: Bei Pierre-Michel Lasogga ist der Knoten geplatzt.

Sie wollen endlich weg! Seit knapp zwei Monaten hängt der HSV schon wieder in der Abstiegszone fest, ein Erfolg in Berlin soll das ändern. Wäre ja schon Lohn genug, wenn Hamburg heute gegen 17.20 Uhr nicht mehr auf einem der drei letzten Plätze steht – und für den ersten HSV-Torschützen des Tages gibt’s sogar einen Tusch dazu.  mehr...

Lasogga will auch gegen Berlin wieder jubeln. Sein ehemaliger Trainer würde es ihm gönnen.

Verkehrte Welt an der Spree? Hertha-Trainer Jos Luhukay gönnt seinem ehemaligen Schützling Pierre-Michel Lasogga einen Doppelpack gegen die Berliner.  mehr...

Kennen sich aus Augsburger Zeiten: Matthias Ostrzolek (l.) und Trainer Jos Luhukay.

Viel fehlte nicht und Matthias Ostrzolek wäre heute im „falschen“ Dress aufgelaufen – als Gegner des HSV! „Trainer Jos Luhukay wollte mich vor der Saison unbedingt nach Berlin holen“, sagte der Linksverteidiger der MOPO. „Aber ich bin froh, dass mit dem HSV alles geklappt hat und ich jetzt hier bin.“   mehr...

Wählen
Holmes






Abnehmen mit Fitmio
HSV-Quiz
Platz 5: HSV-Fanliebling Sergej Barbarez bringt es in 174 Bundesligaspielen auf 65 Tore.

Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.