Es ist der vielleicht wichtigste Tag in der noch jungen Karriere von Oscar Carlén (23). Es geht es um seine Zukunft als Sportler und Spieler des HSV Handball – und er ist dabei zur absoluten Tatenlosigkeit verdammt.
Am Donnerstag wird Carlén junior in Bad Griesbach bei München am Knie operiert. Es ist die vierte OP des zum dritten Mal gerissenen Kreuzbandes. Entsprechend groß ist die Anspannung beim jungen Schweden.
„Es ist ernst, es geht um alles, um meine Karriere. Es muss klappen“, sagt Carlén fast beschwörend. Viel Bangen, aber auch viel Hoffen. Die OP sieht der Linkshänder auch als Chance auf einen echten Neustart. „Die letzten Monate waren sehr schwer für mich. Es ging nicht viel vorwärts. Jetzt freue ich mich auch, weil es danach wieder voran geht.“ Gehen muss. Endgültig.
Es werden wieder quälende Reha-Wochen folgen, aber Carlén kann sie aktiv gestalten, kann was tun für seinen Körper, kämpfen um seine Zukunft. „Ich weiß ja, was vor mir liegt. Ich bin stark genug, um es noch mal zu überstehen.“
Er ist Experte wider Willen, kennt das Prozedere zu seinem Leidwesen aus dem Effeff. Nach der Operation wird sich Oscar vier bis sechs Wochen auf Krücken fortbewegen. „Ab der sechsten Woche darf man das Knie in der Regel wieder belasten.“ Ein konkretes Comeback-Ziel habe er nicht, um sich nicht unnötig unter Druck zu setzen.
Den größten Teil der Reha wird Carlén, der noch kein einziges Spiel für den HSV bestreiten konnte, in Hamburg absolvieren, einige Einheiten eventuell bei Klaus Eder, dem Physiotherapeuten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, in Regensburg.
Verdammt hart waren die letzten Wochen für Oscar aber nicht nur wegen seiner schweren Verletzung – auch die Entlassung seines Vaters Per als Trainer des HSV habe ihn tief getroffen. „Natürlich war ich traurig und habe mit ihm gelitten. Ich kannte aber auch das Risiko.“
Vater und Sohn stehen weiter im intensiven Kontakt. „Er wird immer ein Mentor für mich bleiben.“ Und ihn auf dem langen, steinigen Weg zurück zum ersten Spiel im HSV-Trikot begleiten und bestärken.
| Mannschaft | Tore | Punkte | ||||
| 1 | THW Kiel | 1033 | : | 756 | 64:0 | |
| 2 | Flensburg-H. | 994 | : | 855 | 53:11 | |
| 3 | Füchse Berlin | 952 | : | 825 | 50:14 | |
| 4 | HSV Hamburg | 1017 | : | 907 | 49:17 | |
| 5 | R-N Löwen | 982 | : | 899 | 44:20 | |
| 6 | Magdeburg | 956 | : | 908 | 39:27 | |
| 7 | TBV Lemgo | 931 | : | 920 | 36:28 | |
| 8 | FA Göppingen | 844 | : | 856 | 32:32 | |
| 9 | MT Melsungen | 891 | : | 931 | 29:35 | |
| 10 | Gummersbach | 955 | : | 1014 | 29:35 | |
| 11 | N-Lübbecke | 878 | : | 894 | 26:38 | |
| 12 | Hannover-B. | 922 | : | 979 | 24:40 | |
| 13 | Großwallstadt | 804 | : | 872 | 24:40 | |
| 14 | Balingen-W. | 802 | : | 887 | 22:42 | |
| 15 | HSG Wetzlar | 800 | : | 843 | 19:45 | |
| 16 | Bergischer HC | 871 | : | 977 | 17:47 | |
| 17 | Hüttenberg | 830 | : | 944 | 17:47 | |
| 18 | Hildesheim | 818 | : | 1013 | 4:60 | |