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Gegen Rhein-Neckar Löwen: 28:24! HSV gewinnt „Prügelei mit Ball“

Allen Grund zur Freude: HSV-Handball-Coach Martin Schwalb
Allen Grund zur Freude: HSV-Handball-Coach Martin Schwalb
Foto: Bongarts/Getty Images

Hart, härter, HSV. Der Meister hat das Schlüsselspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen nach leidenschaftlichem Kampf am Rande des Erlaubten mit 28:24 (15:13) gewonnen, den Absturz gestoppt, hält wieder Kurs auf die Königsklasse – und beklagt erneut einen Verlust.

Als Blazenko Lackovic mit der Schlusssirene den Ball zum Endstand in den Winkel feuerte, explodierten die Emotionen. Die Spieler sprangen sich in die Arme, die 12961 begeisterten Zuschauer feierten mit Standing Ovations und aus den Boxen dröhnte „Oh, wie ist das schön“. So schön wie lange nicht.

Es war ein Befreiungsschlag, mit dem der HSV den Verfolger im Kampf um die Champions-League-Plätze auf vier Punkte distanzierte. Ob es auch die erhoffte Wende ist, muss sich zeigen. Der HSV kämpfte in dem bis zur 50. Minute ausgeglichenen Spiel nicht nur bravourös und bewies am Ende auch Nervenstärke und Killerinstinkt, er spielte phasenweise auch gut.

„Meine Mannschaft hat mit viel Leidenschaft gespielt“, lobte Trainer Martin Schwalb, dessen Freude jedoch durch die Verletzung von Bertrand Gille getrübt wurde, der schon nach zwölf Minuten nach einen Zusammenstoß mit Roggisch vom Feld musste und über „große Schmerzen“ in der rechten Schulter klagte. Verdacht auf Bänderverletzung.

Von Anpfiff an war Feuer im Spiel. Beide Mannschaften bekämpften sich mit allen Mitteln. Löwen-Manager Thorsten Storm sprach gar von einer „Prügelei mit Ball“.

Nach einem rotwürdigen Foul von Sesum an Duvnjak (19.) gab es Rangeleien. Besonders heiß lief Toto Jansen, der sich in den 60 Minuten eine Privatfehde mit Schmid lieferte, die kurz vor Schluss in einer Ringereinlage am Boden gipfelte. Am Ende jubelte der HSV – und die Streithähne vertrugen sich wieder.

Statistik: HSV-Tore: Kraus 6/3, Lindberg 5, Lijewski 4, Vori 4, Jansen 3, Lackovic 3, Duvnjak 2, Hens 1; bester Löwen-Werfer: Cupic 9/4; Strafminuten: 10/12

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1. Handball Bundesliga
Mannschaft Tore   Punkte
1 Rhein-Neckar Löwen 451 : 369   26:4
2 THW Kiel 431 : 357   26:4
3 SG Flensburg-Handew. 401 : 333   20:6
4 Frisch Auf Göppingen 381 : 370   20:8
5 SC Magdeburg 403 : 387   17:11
6 Füchse Berlin 391 : 384   16:12
7 HSV Hamburg 422 : 398   16:14
8 VfL Gummersbach 421 : 418   16:14
9 TSV Hann.-Burgdorf 420 : 417   15:15
10 Bergischer HC 393 : 430   15:15
11 TuS N-Lübbecke 424 : 412   14:16
12 MT Melsungen 429 : 420   14:16
13 HSG Wetzlar 392 : 386   14:16
14 HBW Balingen-W. 340 : 364   11:17
15 TSV GWD Minden 397 : 431   10:20
16 HC Erlangen 389 : 445   10:22
17 TBV Lemgo 374 : 385   6:20
18 TSG Friesenheim 348 : 420   6:22
19 SG BBM Bietigheim 370 : 451   4:24
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