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Wie kommt das?: Schon wieder! Schlagloch-Alarm in Hamburg

Hamburgs Straßen sind marode. Die mit Kaltasphalt geflickten Löcher brechen auf. Die Bezirke haben zwar Geld, aber kein Personal für die Sanierung.

Hamburgs Straßen sind marode. Die mit Kaltasphalt geflickten Löcher brechen auf. Die Bezirke haben zwar Geld, aber kein Personal für die Sanierung.

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Patrick Sun

Schlagloch-Alarm in Hamburg und genervte Autofahrer. Jetzt wurden sogar die ersten Fahrbahnen gesperrt, ganz vorne dabei: Die Fruchtallee in Eimsbüttel – dort klaffen besonders tiefe Löcher. MOPO.DE beantwortet die wichtigsten Fragen.


Milder Winter und trotzdem Schlaglöcher. Wie kommt das?

Um die Schäden in den vergangenen Jahren schnell zu reparieren, wurden viele Löcher notdürftig mit Kaltasphalt zugestopft. Dringt Wasser ein, wird der Kaltasphalt hochgedrückt und das Loch ist wieder da. Mit Kaltasphalt gestopfte Löcher halten maximal drei Jahre.


Was macht der Senat?

Im Haushalt sind 88 Millionen Euro für die Straßensanierung eingestellt. Doch zuständig für die Reparatur sind die Bezirke. Das Problem: Den Bezirken fehlt es an Personal, um die Sanierung schnell genug in Auftrag geben zu können – so das Ergebnis einer Parlamentarischen Anfrage der CDU. Die Folge: Geld wird nicht ausgegeben. So blieben in Eimsbüttel 681000 Euro übrig, in Nord waren es 400000 Euro und in Harburg eine Million Euro. „Wir fordern ein Konzept vom Senat, wie zukünftig mehr Maßnahmen realisiert werden können. Wenn die Stadt die Arbeit selbst nicht leisten kann, dann muss sie die Aufgabe extern vergeben“, so der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Hesse.


Warum gibt es zu wenig Personal?

Für die Grünen ist klar: Dies sind die Auswirkungen der SPD-Politik, die Bezirke beim Personal kurz zu halten. Zudem seien die „Gehälter für Tiefbauingenieure nicht konkurrenzfähig, so dass viele Stellen unbesetzt bleiben“, sagt Grünen-Fraktionschef Jens Kerstan. Auch würden die Ingenieure der Stadt an der „unsinnigen Busbeschleunigung tüfteln“, so Kerstan.


Was ist zu tun?

Die Flickschusterei der vergangenen Jahre muss ein Ende haben, fordern CDU und Grüne. „Das wiederholte Flicken von Straßen ist teurer als die grundlegende Sanierung“, so Kerstan. Der ADAC rechnet vor, dass eine Komplettsanierung der Hamburger Straßen rund 145 Millionen Euro kosten würde.