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Wegen häuslicher Gewalt: Linken-Politikerin fordert HSV-Sperre für van der Vaart

Während Rafael van der Vaart in Abu Dhabi mit dem HSV trainiert, treibt die Diskussion um seine Silvesternacht kuriose Blüten.

Während Rafael van der Vaart in Abu Dhabi mit dem HSV trainiert, treibt die Diskussion um seine Silvesternacht kuriose Blüten.

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WITTERS

Jetzt meldet sich im Fall van der Vaart auch noch die Politik zu Wort. Kein Scherz: Kersten Artus von der Linken fordert wegen häuslicher Gewalt ein Spiel Sperre für Rafael van der Vaart (29)!


Der HSV-Star soll seine Frau Sylvie (34) in der Silvesternacht zu Boden geschubst bzw. geschlagen haben. Artus ist jetzt sauer auf den HSV. Die Vereinsmanager würden alles versuchen, den Eklat um ihren Top-Star als Privatsache in den Hintergrund zu drängen. „Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt“, meint die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, die dem Bundesliga-Dino nahe legt, seine Position zu überdenken.


Van der Vaart sei ein Vorbild für junge Leute. Verein und Spieler trügen Verantwortung. „Ich fordere den HSV auf, Konsequenzen zu ziehen und ein Zeichen gegen häusliche Gewalt zu setzen“, sagt Artus. Ein Spiel Sperre und eine „größere Spende“ an ein Frauenhaus seien angemessen.


In ihrem Blog geht die Linken-Politikerin noch weiter, schreibt angesichts der Zeitungsbilder von Sylvie van der Vaart: „Die Sonnenbrille des Opfers jagt mir einen Schauer über den Rücken. Dahinter verbirgt sich wahrscheinlich eine Wunde, ein Fleck oder verweinte Augen – oder alles zusammen.“


Beim HSV sorgen die Aussagen und Forderungen der Politikerin für Kopfschütteln: „Es ist befremdlich, wie viele Unbeteiligte sich in der Sache jetzt zu Wort melden“, sagte Medienchef Jörn Wolf.


Auch die Staatsanwaltschaft sieht von Ermittlungen gegen van der Vaart ab. Staatsanwältin Nana Frombach zur MOPO: „Es handelt sich um eine rein private Auseinandersetzung im privaten Rahmen.“


Politikern Kersten Artus sieht das anders – und gibt Rafael van der Vaart noch einen Tipp: „Auch für Täter gibt es übrigens konkrete Hilfe, zum Beispiel ,Männer gegen Männergewalt‘.“

Derweil ergreift auch Rafaels jüngerer Bruder Fernando das Wort. Sein Bruder ein Schläger? Niemals. Im niederländischen Fernsehen sagte er: „Ich weiß nicht, was genau passiert ist, aber ich glaube nicht, dass er sie geschlagen hat.“