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Wegen Ex-Mitgliedern der Schill-Partei: Vier AfD-Landesvorstände in Hamburg zurückgetreten

Vier von neun Parteivorständen traten zurück.

Vier von neun Parteivorständen traten zurück.

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imago/Ralph Peters

Es kriselt in der AfD Hamburg. Weil der Einfluss von Ex-Mitgliedern der Schill-Partei zu groß wurde, sind am Dienstag vier der insgesamt neun Vorstandsmitglieder der Partei Alternative für Deutschland geschlossen zurückgetreten. Dies teilte der bisherige Parteisprecher Oliver Scholl in einem Schreiben mit. Auch er gehört zu denjenigen, die ihre Ämter niederlegen.

Kritik übten die vier auch an Parteichef Jörn Kruse. Er sei vor allem bestrebt gewesen, „seine Position durch die gezielte Platzierung bequemer Gefolgsleute auf der Liste der Bürgerschaftskandidaten zu untermauern. Gleichzeitig hat er in unzulässiger Weise in die Vorstellung der ihm weniger genehmen Kandidaten aktiv eingegriffen“. Die Vorbereitung und der Ablauf des Landesparteitages entsprachen nicht den selbst gesteckten Zielen zu innerparteilicher Demokratie und zu mehr Transparenz.

Die zurückgetretenen Landesvorstandsmitglieder betonen ausdrücklich, keine Differenzen mit der Bundespartei, dem Bundesvorstand oder der Programmatik der Alternative für Deutschland zu haben. Dies sei eine Hamburger Angelegenheit. Zurückgetreten sind demnach neben Scholl die stellvertretende Landessprecherin Barbara Krüger-Sauermann, Landesschatzmeister Erich Marquart und Günther Siegert, Mitglied im Landes und -Bezirksvorstand. Die Alternative für Deutschland (AfD) ist bislang nicht in der Bürgerschaft vertreten.