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Toter Porno-Star: „Sexy Cora“: Narkoseärztin übernimmt Verantwortung

Die 56-jährige Narkoseärztin von "Sexy Cora", Marion F. (56), sitzt im Hamburger Landgericht auf der Anklagebank neben ihrem Verteidiger Otmar Kury.

Die 56-jährige Narkoseärztin von "Sexy Cora", Marion F. (56), sitzt im Hamburger Landgericht auf der Anklagebank neben ihrem Verteidiger Otmar Kury.

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dpa

Vor zwei Jahren starb Porno-Star „Sexy Cora“ bei einer Busen-OP. Im Prozess, der am Montag begann, nahm die Narkoseärztin Marion F. (56) die ganze Schuld auf sich: "Ich will zu meiner Verantwortung stehen."

Die 56-Jährige, die sich wegen fahrlässiger Tötung vor dem Hamburger Landgericht verantworten muss, gestand gravierende Behandlungsfehler. "Ich würde alles darum geben, diesen Fehler wieder gutzumachen, aber das kann ich nicht", sagte sie vor dem Richter.

Im Januar 2011 wollte sich die 23-jährige Carolin Wosnitza alias "Sexy Cora" in der Hamburger Alster-Klinik zum fünften Mal die Brüste vergrößern lassen - auf 70 G. Bei dem Eingriff erlitt sie einen Herzstillstand. Nach mehreren Tagen im Koma starb die ehemalige „Big Brother“-Kandidatin an einer Hirnlähmung.

Den Herzstillstand habe die Narkoseärztin zu spät bemerkt, weil an einem Gerät ein Alarmton ausgeschaltet war, erklärte die Angeklagte. Doch die Vorwürfe gehen weiter. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, nach dem Einleiten der Vollnarkose nicht für ausreichende Beatmung über eine Sauerstoffmaske gesorgt zu haben. Dieser Sauerstoffmange soll zum Herzstillstand geführt haben, auf den dann nicht mit den nötigen Wiederbelebungsmaßnahmen reagiert wurde.

An Coras Witwer, Tim Wosnitza, gewandt, erklärte die Ärztin: "Ich denke oft an das Leid, das ich auch ihm angetan habe."

Der ehemalige Manager des Porno-Stars tritt im Prozess als Nebenkläger auf. Die angeklagte Ärztin erklärte weiter, sie sei nach Coras Tod stark depressiv geworden und habe nicht mehr als Ärztin gearbeitet.

Das Gericht hat nur zwei Termine für das Verfahren angesetzt, am 5. Februar könnte bereits das Urteil fallen. Bei einer Verurteilung drohen der Angeklagten eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft.


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