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Thomas F. stellte Stars und Schülerin nach Barmbek: Sex-Sadist hatte 19 Frauen im Visier

Entführer Thomas F. nach seiner Festnahme im Polizeiwagen.

Entführer Thomas F. nach seiner Festnahme im Polizeiwagen.

Foto:

Marius Roeer Lizenz

Er hatte Kanülen, Waffen, Werkzeuge für Sex und Folter. Nur knapp entrann eine Studentin dem Verlies von Thomas F. in Barmbek. Im Prozess wird deutlich, wie krank der 30-Jährige ist. Offenbar hatte der Irre knapp zwanzig Frauen als Opfer im Visier.


Mindestens 19 Frauen habe Thomas F. nachgestellt, sagte gestern eine Polizistin vor dem Landgericht. Der Irre von Barmbek verfiel auch Schauspielerinnen wie der Hamburgerin Eva Habermann. Zunächst schrieb er den Frauen Briefe, in denen er von Liebesbeziehungen fantasierte. Außerdem machte er immer wieder heimliche Fotos, spionierte. Und suchte in einigen Fällen auch den direkten Kontakt.


Auf seinem Computer fand die Polizei Dateiordner für jede seiner Angebeteten, penibel beschriftet. Zu einer Supermarkt-Mitarbeiterin soll er notiert haben, wann sie am besten abgefangen werden könne. Die Ermittler fanden heraus, dass er im Internet versuchte, mit einer 14-jährigen Schülerin Kontakt aufzunehmen.


Einige der Frauen zeigten Thomas F. im Laufe der Jahre an – die Verfahren wurden jedoch eingestellt. Auch Nachbarn und die örtliche Polizeiwache, die wenige Tage vor der Tat von der Hausmeisterin auf die merkwürdige Wohnung von Thomas F. aufmerksam gemacht wurden, wussten nichts von seiner kranken Neigung.


Mit der 26-jährigen Studentin wollte der Entführer seine Fantasien dann im August 2011 offenbar ausleben. Als Thomas F. einen Moment lang unaufmerksam war, konnte sie sich durch den Stacheldraht vor den Fenstern in die Freiheit flüchten.


Noch immer ist unklar, ob der Entführer ins Gefängnis muss. Ein Gutachter hat untersucht, ob Thomas F. schuldfähig ist – und will seine Ergebnisse am 2. April präsentieren. Das Urteil wird in den Wochen darauf erwartet.