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Sturm überrascht Autofahrerin Hilfe, hier säuft mein kleines Auto ab!

Land unter: Der Ford Ka schwimmt am Fischmarkt. Die Feuerwehr hat ihn mit einem Seil an einer Laterne gesichert.

Land unter: Der Ford Ka schwimmt am Fischmarkt. Die Feuerwehr hat ihn mit einem Seil an einer Laterne gesichert.

Foto:

Ebner Lizenz

So viel Pech muss man erst mal haben: Petra Wlosik verbrachte gerade die erste Nacht in ihrer neuen Wohnung am Fischmarkt (Altona), als Sturm „Mark“ Hamburg mit einer Sturmflut überraschte (MOPO berichtete). Das geparkte Auto der 52-Jährigen soff komplett ab.


„Ich hatte keine Ahnung von einer Unwetterwarnung und habe ohne Bedenken am Fischmarkt geparkt“, sagt Petra Wlosik. „Ich habe zudem leider so tief und fest geschlafen, dass ich nichts gehört habe.“ Erst gegen 8 Uhr morgens bekam sie von einer Freundin eine Facebook-Nachricht: „Dein Auto steht unter Wasser!“


Für Wlosik ein Schock. „Ich lief herunter, brach in Tränen aus“, erzählt die Berufs-Fotografin. Das Hochwasser war zwar bereits verschwunden, aber: „Man hat mir die Scheiben eingeschlagen und das Auto mit einem Seil an einer Laterne befestigt. Der Innenraum stand also komplett unter Wasser. Das Auto war hinüber.“

Der Ford Ka (Baujahr 1998, 60 PS, Lederausstattung) hat zwar keinen hohen materiellen Wert (etwa 500 Euro), doch „schlechter konnte das Timing nicht sein“, sagt Wlosik. Die 52-Jährige ist mitten beim Umzug aus Moorburg. „Die Hälfte der Sachen sind noch in der alten Wohnung. Ich bin auf ein Auto angewiesen.“


Petra Wlosik teilte ihr Leid mit Freunden, postete ein Foto des schwimmenden Autos bei Facebook – ganz ohne Hintergedanken. Der „Hilfe-Ruf“ verteilte sich daraufhin rasant im Netz. „Selbst fremde Menschen haben mir Hilfe angeboten“, sagt Petra Wlosik.


Ein Freund rief zu Spenden auf, innerhalb eines Tages hatte er dann rund 500 Euro zusammen. „Das reicht jetzt für einen neuen Wagen. Mit so viel Unterstützung habe ich nie gerechnet“, sagt Wlosik – und bricht wieder in Tränen aus. Diesmal vor Freude.