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Straße statt Radweg: Hamburgs Fahrrad-Lobby feiert neue Schilder

Die ersten Schilder hängen: Benjamin Harder von der ADFC-Bezirksgruppe Altona, Holger Heitmann vom Polizeikommissariat 25 und Rupert Schubert von der Behörde für Inneres und Sport an der Luruper Hauptstraße.

Die ersten Schilder hängen: Benjamin Harder von der ADFC-Bezirksgruppe Altona, Holger Heitmann vom Polizeikommissariat 25 und Rupert Schubert von der Behörde für Inneres und Sport an der Luruper Hauptstraße.

Foto:

ADFC

Da gibt es schon einen Radweg - und viele Fahrradfahrer nutzen trotzdem die Straße. Bei so manchem Autofahrer stößt das auf Unverständnis. Was viele Menschen nicht wissen: Das Radeln auf der Straße ist häufig erlaubt, auch wenn daneben ein Radweg verläuft. Nun wurden In Hamburg extra Schilder aufgestellt, die den Autofahrern diese Regel klar machen sollen.

Denn nur wo ein blaues Schild mit weißem Fahrradsymbol steht, sind Radler verpflichtet, den Radweg zu nutzen. In Hamburg wird diese Pflicht seit Ende der Neunziger immer weiter aufgeweicht und gilt in den zentralen Staddtteilen nur noch an wenigen Stellen.

Da viele Verkehrsteilnehmer das aber nicht wissen, kämpft der Fahrrad-Club ADFC seit Jahren für entsprechende Hinweis-Schilder in Hamburg. Jetzt feiern die Rad-Lobbyisten den ersten Erfolg: Am Montag wurden an der Luruper Hauptstraße die ersten der gewünschten Schilder aufgestellt. "Fahrräder auf der Fahrbahn erlaubt" ist darauf zu lesen.

An der Luruper Hauptstraße wurde die Benutzungspflicht des Radwegs neu aufgehoben. Die neuen Schilder sollen dort für etwa sechs Wochen stehen bleiben, um die Autofahrer an die geänderte Regelung zu gewöhnen.

"Wir wollen nicht noch mehr Schilder im Straßenverkehr", sagt Merja Spott vom ADFC Hamburg. Es ginge viel eher darum, mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen. "Autofahrer müssen sich hier mehr daran gewöhnen, auf Radfahrer im Straßenverkehr zu achten."