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MOPO.de | Seit fünf Jahren undicht: Bahnhof Altona: Regen läuft ins Untergeschoss
15. April 2012
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Seit fünf Jahren undicht: Bahnhof Altona: Regen läuft ins Untergeschoss

Foto:

Florian Quandt

Langsam tröpfelt Wasser aus einem offenem Rohr, dann stürzt ein ganzer Schwall hinunter, die schwarze Wanne läuft sofort über: Willkommen in der Tropfstein-Höhle, willkommen im Bahnhof Altona! Bereits seit fünf Jahren tropft das Wasser bei Regen ins erste Untergeschoss: Direkt unter dem Taxistand wird es feucht. Die Deutsche Bahn (DB) behauptet, die Ursache für das Leck bis heute nicht klären zu können.

Die schwarze Wanne im ersten Untergeschoss ist schon fester Bestandteil des Bahnhofs Altona. Wenn es regnet, tropft aus einem provisorisch verlegten Rohr direkt über ihr mal langsam, mal schnell Wasser. Hin und wieder kommt eine Reinigungsfachkraft und saugt die Flüssigkeit aus der Wanne ab. Manchmal bilden sich aber auch riesige Pfützen.

Es ist nicht die einzige undichte Stelle. Auch hinter einer Säule beim Lidl-Markt läuft das Wasser die Wand entlang, an der Schaufensterscheibe haben sich unansehnliche Ablagerungen gebildet. Im Treppenbereich zu den Fern- und Regionalzügen sieht es noch schlimmer aus. Hier scheint sich Leben entwickelt zu haben: Ein schwarz-gelber Belag klebt an der Wand.

Das Problem ist bekannt. Schon seit fünf Jahren regnet es in das Gebäude. Doch noch immer weiß die Deutsche Bahn (Eigentümerin des Bahnhofs) nicht, wo das Wasser überhaupt herkommt!

„Wir haben das Problem zwar schon mehrfach untersucht, dennoch ist noch nicht abschließend geklärt, in welchem Bereich das Wasser eintritt“, sagt DB-Sprecher Egbert Meyer-Lovis. Doch es gibt eine Vermutung: „Es könnte sein, dass es am Busbahnhof durchsickert.“ Doch der steht auf städtischem Grund. Um das Gelände ausgiebig zu untersuchen, muss also die Stadt einverstanden sein. „Wir arbeiten daran“, sagt Bahn-Sprecher Meyer-Lovis.

Und was sagen Passanten zur Tropfsteinhöhle von Altona? „Es ist sehr gefährlich. Jugendliche kippen gern die Wanne um, man kann leicht ausrutschen“, sagt Helga Lüdecke (65) aus Blankenese. „Außerdem ist es einfach nur eklig.“