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Schwere Vorwürfe Frank Schira wieder im Visier

Will für die CDU in den Bundestag: der Bürgerschaftsabgeordnete, Wandsbeker Kreischef und Vize-Bürgerschaftspräsident Frank Schira

Will für die CDU in den Bundestag: der Bürgerschaftsabgeordnete, Wandsbeker Kreischef und Vize-Bürgerschaftspräsident Frank Schira

Foto:

HMP:Hamburger Morgenpost Lizenz

„Skandalöse Zustände, Intrigen und unerträgliche Machenschaften“: Wieder einmal steht Frank Schira, Wandsbeker CDU-Kreischef und Vizepräsident der Bürgerschaft, im Zentrum heftiger Kritik. Der Absender dieser ungewohnt deutlichen Worte: Joachim Lenders, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft. Stinksauer hat er gestern seine Kandidatur um das Direktmandat für den Bundestag im Kreis Wandsbek zurückgezogen. „Die Gründe liegen in den unerträglichen, manipulativen und skandalösen Zuständen, Machenschaften und Intrigen innerhalb der Führung des CDU-Kreisverbandes Wandsbek“, so Lenders.
Was ist passiert? Lenders hatte im November vergangenen Jahres seine Kandidatur bekannt gegeben.

Aber auch Kreischef Schira möchte nach Berlin und den jetzigen Mandatsträger Jürgen Klimke ablösen. Lenders bemängelte schnell das Verfahren: So wurde beispielsweise nur Schira Anfang Januar zu einer Vorstellung bei der Mitgliederversammlung in Rahlstedt eingeladen. Der Kragen platzte Lenders jedoch am vergangenen Mittwoch, als vom Sprecher der Bezirksfraktion ein „tendenziöser“ Pressetext verfasst wurde, in dem Schira als bester Kandidat gefeiert wurde. Lenders fordert daher „den Rücktritt des gesamten Kreisvorstandes“!

Was sagt Schira zu den Vorwürfen? „Vollkommen abwegig, gehöriger Theaterdonner mit großer Kampfrhetorik und nichts dahinter.“ Das Verfahren sei transparent und fair. Mit dem Pressetext habe er nichts zu tun. „Der Mitarbeiter hat seinen Fehler eingesehen und sich entschuldigt“, so Schira. Nicht zum ersten Mal steht Schira in der Kritik: Als Ex-Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) im vergangenen Jahr als Kreischef in Nord zurücktrat, meinte er: „Einzelnen Personen geht es nicht um Inhalte, sondern nur um die Absicherung von Positionen. Die verfestigten Klüngelstrukturen einzelner Funktionäre müssten aufgebrochen werden.“ Schira meint auch heute noch dazu: „Ich fühlte mich dadurch nicht angesprochen.“ Landeschef Marcus Weinberg möchte sich nicht zu der Affäre äußern.