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Rosen, wohin man blickt: Der Märchengarten von Lohbrügge

Weiße, rote und rosa Rosen, wohin man blickt: Selbst das Gartenhäuschen ist bunt umrankt.

Weiße, rote und rosa Rosen, wohin man blickt: Selbst das Gartenhäuschen ist bunt umrankt.

Foto:

Andreas Bock

Wer bei den Bubas durch das Gartentor tritt, denkt, er ist zu Besuch in einer Märchenwelt. Der Besucher reißt die Augen auf, ein „Wow“ kommt unwillkürlich über die Lippen. Gott, wie schön ist es hier! 250 verschiedene Rosenarten verwandeln den Garten von Juni bis August in ein einzigartiges Blütenmeer. Das Ganze erscheint so unwirklich, dass man meint, im nächsten Moment müsste auch noch ein Einhorn um die Ecke biegen.

Lohbrügge – der Name dieses Stadtteils steht eher für graue Wohnblöcke. Gleich hinter ihrem Wohnhaus, das 1936 erbaut wurde und einst Teil einer Eisenbahnersiedlung war, haben sich Eike-Manfred Buba und seine Frau Christine ihr Paradies geschaffen. Beide sind 69. Christine war bis zu ihrer Pensionierung Lehrerin, Eike-Manfred arbeitete in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Schulbehörde. Seit die vier Kinder aus dem Haus sind, ist der Garten ihr Ein und Alles. Urlaub – im Sommer ausgeschlossen. Da brauchen die Pflanzen Pflege. Und überhaupt: Nicht mal in Südfrankreich könnte das Grün grüner, könnten die Blumen bunter sein. Wozu also in die Ferne schweifen?

Ein kleines verwittertes Backsteinhaus ist das Herz des Gartens. Üppig wachsende Ramblerrosen haben sich übers Dach geschwungen und auch die umstehenden Bäume erobert. Überall Blüten, Blüten, Blüten. Vor allem sind es englische Rosen, aber einige französische Duftrosen gedeihen auch. Außerdem gibt es Rittersporn, Clematis, Lavendel, Katzenminze und Frauenmantel. Ein Feuerwerk an Farben, aber auch an Düften.

1400 Quadratmeter ist der Garten groß. Ehepaar Buba hat für jede Tageszeit den perfekten Platz geschaffen. Da gibt es die Lounge mit Sofas und Sesseln, die perfekt ist, um abends mit Gästen zusammenzusitzen. Neben dem Gartenhäuschen gibt es die Sitzgruppe für den Nachmittagskaffee. Und am frühen Abend ist es am Mühlstein am schönsten. „Da kommt um sechs die Sonne“, sagt Christine Buba. „Perfekt für einen Dämmerschoppen.“

„Unser Wohlfühlparadies“ nennt Eike-Manfred Buba den Garten – nicht ohne darauf aufmerksam zu machen, dass es einer Menge Mühe bedarf, um dieses Kleinod zu erhalten. „Manchmal ist es so viel Arbeit, dass ich denke, ich bräuchte zehn Hände“, sagt Christine Buba. Dennoch gibt es für sie nichts Erholsameres als Pflanzen zu beschneiden und Unkraut zu jäten. „Da schalte ich total ab. Manchmal merke ich gar nicht, wie die Zeit vergeht, und stelle plötzlich erschrocken fest, dass es schon 22 Uhr ist oder später.“

Die Mühe aber lohnt sich. 2007 wurde der Garten des Ehepaars zu Hamburg schönstem gewählt. Bücher und Zeitschriften drucken immer wieder die eindrucksvollen Bilder ab mit all der Blütenpracht. Eine wahre Großstadt-Oase!