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Zahl der Anzeigen steigt weiter: Immer mehr Sex-Fälle in Hamburg

Winterzauber am Jungfernstieg

Sexuelle Übergriffe - nicht nur auf dem Kiez sondern auch am Jungfernstieg.

Foto:

dpa

Die Zahl der Strafanzeigen nach den Sex-Übergriffen in der Silvesternacht steigt immer weiter – inzwischen sind es 133. Nun sind aber auch neue Vorfälle bekannt geworden. Ein Opfer ist erst zehn Jahre alt.

Fall 1: Am Jungfernstieg

Während die Polizei am Freitagabend auf dem Kiez mit Reiterstaffeln, Videowagen und Bodykameras schwere Geschütze auffuhr, soll am Jungfernstieg wieder eine Frau von einer Männer-Gruppe belästigt worden sein.

Gegen 20.30 Uhr meldet ein Mann im HVV-Büro am Alsteranleger, dass "eine Gruppe junger Männer mit Migrationshintergrund" eine Frau belästigen würden. Gleichzeitig ging der Notruf eines Busfahrers bei der Polizei ein. Eine Frau hatte ihm Ähnliches geschildert und um Hilfe gebeten. 

Zivilfahnder rückten aus und stellten eine Gruppe von acht jungen Afghanen (17-24). Sie nahmen die Personalien auf. 

Die Ermittlungen laufen noch. Stand jetzt hat zumindest einer der Männer eine junge Frau bedrängt. Sie soll den Mann weggestoßen, er daraufhin eine Flasche nach ihr geworfen haben. Die Frau war vermutlich in Begleitung von zwei Freundinnen.

Gegen einen Afghanen wurde ein Strafverfahren wegen illegalen Aufenthaltes eingeleitet. Fünf weitere erhielten einen Platzverweis für den Jungfernstieg. Einer wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung von der Polizei entlassen. 

Die Ermittler bitten das Opfer, mögliche Begleiterinnen sowie sämtliche Zeugen, sich beim Landeskriminalamt unter Tel. 428 65 67 89 zu melden.

Fall 2: in Winterhude – Zeugen gesucht

Auch in Winterhude sucht die Polizei nach Zeugen. Hier soll ein Mann zwei 53-jährige Frauen sexuell belästigt haben. Die beiden spazierten am Freitag gegen 17 Uhr durch die Dorotheenstraße, als der Mann an beiden Frauen vorbei ging und fragte, ob alles okay sein.

Dabei holte er seinen Penis aus der Hose und machte obszöne Bewegungen mit dem Becken. Dann telefonierte er in arabischer Sprache.

Die beiden Frauen suchten in einem Geschäft Schutz. Nachdem sie sich wieder beruhigt hatten, verließen sie den Laden und trafen erneut auf den Täter, diesmal in Begleitung eines weiteren Mannes. Die Frauen flüchteten in ein Schuhgeschäft und verständigten die Polizei.

Eine Sofortfahndung blieb erfolglos. Der Täter wird wie folgt beschrieben: 20-25 Jahre als, ca. 1,80 Meter groß, "arabisches Aussehen" und athletische Figur. Er hatte schwarze Haare, buschige Augenbrauen, einen leichten Bart und trug ein schwarzes Kapuzensweatshirt.

Hinweise nimmt das Lka, ebenfalls unter Tel.  428 65 67 89 entgegen.

Fall 3: Zehnjährige in Ohlstedt missbraucht

Ein 23-jähriger Somalier hat gestanden, eine Zehnjährige in Ohlstedt sexuell missbraucht zu haben.

Fall 4: Trotz Polizei-Präsenz an der Reeperbahn

Im S-Bahnhof Reeperbahn  fasste in der Nacht zu Sonntag ein Mann einer Frau (31) ans Gesäß. Als sie die Polizei rufen wollte, wurde sie von einem weiteren Mann gepackt, der  Verdächtige (23) wurde wenig später in der Nähe des Hauptbahnhofs   vorläufig festgenommen. Der Grapscher ist  flüchtig und Deutscher,  ein  Migrationshintergrund  wird  nicht ausgeschlossen. 

Fall 5: Rettungsassistentin in St. Georg belästigt

Am Samstagmorgen sammelte eine Rettungswagenbesatzung einen betrunkenen Eritreer (25) auf dem Hansaplatz (St. Georg) ein. Im Rettungswagen und nach der Ankunft im Krankenhaus näherte er sich unsittlich einer Rettungsassistentin.

Fall 6: An der Stader Straße

Am Freitag wurde eine 48-jährige Frau in Heimfeld von zwei Männern, die sie für Nordafrikaner hielt, unsittlich am Busen und im Intimbereich berührt. Sie konnte flüchten, die Polizei fahndet nach den Tätern.