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MOPO-Reporter:: So war meine Blaulicht-Fahrt im Peterwagen-Simulator

Alsterdorf -

Polizeiauto fahren ist ganz einfach: Blaulicht an, Martinshorn dazu, dann mit Vollgas zum nächsten Einsatz sprinten. Oder etwa nicht? Polizeischüler lernen ab sofort in einem 250.000 Euro teuren Fahrsimulator, wie sie im Peterwagen sicher zum nächsten Tatort kommen. MOPO-Reporter Daniel Gözübüyük hat das virtuelle Polizeiauto mal ausprobiert.

Es ist schon ein imposantes Gestell: Ein echtes Cockpit mit drei riesigen Bildschirmen. Der eine stellt die Frontscheibe dar, die beiden anderen den Ausblick aus den Seitenfenster. Und dann gibt es noch zwei weitere, die den Blick in den Rückspiegel simulieren. Ich setze mich hinein und fühle mich gleich wie in einem echten Auto – nur ohne Dach und Türen. Ganz wichtig: Anschnallen nicht vergessen! Darauf wird hier Wert gelegt. Sind ja schließlich bei der Polizei. Handbremse gelöst, Signal an – los geht's!

Mein Einsatz führt mich zu einer Unfallstelle mit vier Verletzten in der Innenstadt. Es regnet und wegen der Tropfen auf der virtuellen Scheibe kann ich schlecht gucken. Die Autofahrer machen mir brav Platz. Trotzdem muss ich an jeder Kreuzung überprüfen, ob mich wirklich jeder sieht.

Bei jeder Kurve und Lenkung bewegt sich mein Sitz mit. Alles fühlt sich sehr echt an. Nur die Lenkung ist gewöhnungsbedürftig und auch das Gas geben geht mir ein wenig zu langsam. Ja, denn das ist ein Peterwagen mit weniger als 100 PS, sagt mir ein Beamter. Und dann bin ich auch schon da. Ich reihe mich hinter den Einsatzkräften der Feuerwehr ein. Signal aus, Handbremse gezogen, abgeschnallt – mein Einsatz ist hiermit beendet.

Mein Fazit: Eine sehr moderner Simulator, mit dem man realitätsnahe Einsatzfahrten wirklich üben kann – auch wenn die Lenkung ein wenig besser sein könnte.