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MOPO.de | Frau begrapscht: Warum bekam die Busfahrerin nichts mit?
11. January 2016
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Frau begrapscht: Warum bekam die Busfahrerin nichts mit?

Bus der Linie 4 (Symbolbild)

Ein Bus der Linie 4 (Symbolbild)

Foto:

Patrick Sun/ Patrick Sun

Sie fuhr am frühen Morgen mit dem Bus, wollte nach Hause. Doch in der Linie 4 erlebte eine 24-Jährige schlimme Minuten. Als sie aussteigen wollte, wurde sie von einer Gruppe von 30 bis 40 Männern sexuell belästigt. Warum bekam die Busfahrerin davon nichts mit?

„Die Lage ist unübersichtlich gewesen“, sagt Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum auf MOPO-Nachfrage. Davon, dass die Frau bedrängt worden sei, habe die Fahrerin nichts mitbekommen.

Um kurz vor fünf Uhr fährt die Frau von der Station Furchenacker stadteinwärts los. An der Haltestelle Pflugacker wird der Bus so richtig voll, etwa 30 bis 40 Männer steigen zu.

Die 24-Jährige will eigentlich am Eidelstedter Platz raus, drückt auch auf den „Stop“-Knopf. Sie muss sich an den Männern vorbeidrängeln, wird dabei begrapscht. Laut Polizei soll es sich bei den mutmaßlichen Tätern um „Südländer“ handeln.

Der Bus fährt jedoch einfach weiter, hält nicht an ihrer Station. Erst an einer Haltestelle an der Kieler Straße kann das Opfer endlich raus.

Da der Bus voll war und die Gruppe während der ganzen Fahrt immer wieder den Halteknopf gedrückt hätten, sei sie an dieser Haltestelle durchgefahren, erklärt Kreierbaum. „Diesen Fehler bedauern wir als Unternehmen.“

Die 24-Jährige erstattete Strafanzeige. Die Polizei wertet jetzt das Videomaterial der Überwachungskamera des Busses aus.