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Vergewaltigungs-Demo: Russische Propaganda jetzt auch in Hamburg

Demonstranten am Jungfernstieg.

Die Demonstranten am Jungfernstieg.

Foto:

Röer

Neustadt -

Neues aus Absurdistan: Rund 600 Menschen, vor allem russischer Herkunft, haben am Sonntag auf dem Rathausmarkt gegen etwas demonstriert, das nie passiert ist! Am Sonnabend gab es die gleiche Demonstration von Russlanddeutschen bereits vor dem Bundeskanzleramt in Berlin.

„Hände weg von mir und meinem Kind“ stand auf den Plakaten oder „Lisa, wir sind mit dir“.  Der Verein Russpublika mobilisierte am Sonntag, um gegen angebliche sexuelle Übergriffe durch Flüchtlinge zu demonstrieren. Anlass ist die angebliche Vergewaltigung einer 13-Jährigen in Moabit. „Wir haben Angst um unsere Frauen“, hieß es bei der Kundgebung, die teilweise auf Russisch abgehalten wurde.

Das Mädchen aus Moabit war Mitte Januar für eine Nacht verschwunden. Es gab aber weder eine Entführung noch eine Vergewaltigung, wie die Berliner Polizei versichert – und auch von Flüchtlingen als Tätern könne keine Rede sein. Doch im russischen Staatsfernsehen wird von einer Gruppenvergewaltigung berichtet, die werde aber „vertuscht, um Panik zu vermeiden“.

Mittlerweile kam heraus, dass die Mutter des Mädchens bei „Pegida“ aktiv sein soll. Außerdem gibt es eine Anzeige wegen Volksverhetzung gegen den Russland-Korrespondenten, von dem einige Berichte stammen. Aus politischen Kreisen heißt es, es gebe seit Langem eine russische Destabilisierungsstrategie mit gezielten Desinformations-Kampagnen.