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Pöseldorfer Eis-Sauna: So fühlen sich -184 Grad an!

Pöseldorf -

Die Metalltonne, in der ich in Unterwäsche stehe, erinnert eher an ein Raumschiff als an eine Sauna. Und heiß wird’s mir auch nicht – im Gegenteil: Ich starre auf eine LED-Anzeige, auf der die Gradzahlen fallen und fallen. Minus 50, 80, 150, schließlich sogar bis unter minus 184 Grad! Zweieinhalb Minuten soll ich jetzt bibbern – und dabei so viele Kalorien verbrennen wie in einer Stunde Sport.

Der verdampfende Stickstoff, der für die frostigen Temperaturen sorgt, hat schon nach wenigen Sekunden meinen kompletten Körper umhüllt. Am deutlichsten aber spüre ich die Kälte an meinen Beinen. Mein Kopf guckt oben aus der Tonne heraus, so ist er vor der Kälte geschützt. Und auch meine Füße bleiben verschont: Mit Socken und dicken Plüsch-Hausschuhen stehe ich in der Eis-Sauna des Studios „Cool Bodies in Contours“ in Pöseldorf (Magdalenenstraße 18).

Ein Gang kostet 50 Euro, eine Zehnerkarte 425 Euro. Wer schön sein will, muss also zahlen – und frieren: Innerhalb einer Behandlung sollen 700 bis 1000 Kalorien verbrannt werden. Das entspricht einer Stunde Sport. „Der Stoffwechsel wird angeregt und das hilft beim Abnehmen“, sagt Inhaberin Tina Lüneburg (47). „Die Behandlung bringt zudem etwas bei Krankheiten wie Rheuma, Neurodermitis oder Schuppenflechte.“

Und auch Sportler finden die Eis-Sauna cool: Zu Lüneburgs Kunden zählen HSV-Fußballer, Handball-Profis und Box-Queen Susi Kentikian. Ob die wohl genauso zappeln und quietschen wie ich? Es fühlt sich an, als wären meine Beine mit einer eiskalten Folie überzogen.

Aber ich muss zugeben: Ich hatte es mir noch kälter vorgestellt. Ich bekomme nicht einmal eine Gänsehaut! Die Temperaturen variieren, die niedrigste Gradzahl (-195 Grad!) wird nur kurz erreicht. Nebenwirkungen kann es laut Inhaberin geben, wenn jemand zu lange in der Tonne bleibt: Die Folge wären Erfrierungen.

Damit das nicht passiert, verlasse ich die Sauna nach zweieinhalb Minuten: Sofort wird mir wieder warm. Mit kribbelnden Beinen schlüpfe ich in meine Klamotten und fühle mich deutlich frischer als vorher. Erst ein paar Stunden später kommt die Erschöpfung – wie beim Sport.