Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?

Ja Nein
Aktuelle Nachrichten aus Hamburg, der Welt, zum HSV und der Welt der Promis.

Nach friedlicher Hansa-Demo: St. Pauli-Chaoten attackieren die Polizei

Polizisten setzen Wasserwerfer gegen Anhänger des FC St. Pauli ein. Kurz vor Spielende kam es zu Ausschreitungen in der Nähe des Stadions.

Polizisten setzen Wasserwerfer gegen Anhänger des FC St. Pauli ein. Kurz vor Spielende kam es zu Ausschreitungen in der Nähe des Stadions.

Foto:

dpa

Aufgeheizte Stimmung in Altona vorm Spiel St. Pauli gegen Hansa Rostock. 1700 wütende Rostock-Fans durften nicht ins Stadion, demonstrierten am Sonntag gegen das Ticketverbot. Dann verlor ihr Verein noch gegen den Erzrivalen. Doch während die Rostocker friedlich abreisten, drehten rund ums Millerntor St. Pauli-„Fans“ durch. Die Polizei war massiv vor Ort: 650 Bundespolizisten, 1513 Polizisten aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Wasserwerfer, die Reiterstaffel und zahlreiche Einsatzautos. Zusätzlich zu der brisanten Partie standen noch eine Demonstration der Gäste in Altona gegen das Ticketverbot sowie der Stadion-Boykott der St. Pauli-Ultras vorm Millerntor auf dem Program. Hintergrund: Die Polizei hatte den Ticketverkauf an Rostock-Fans untersagt.

Am Ende wurden die Polizisten trotzdem kalt erwischt. Aber nicht etwa von den Rostockern, unter denen immerhin 310 gewaltbereite Anhänger waren, sondern von den sogenannten Fans des FC St. Pauli.

Das Millerntor, kurz vorm Abpfiff: Die St. Pauli-Fans freuen sich über das 3:0. Doch vorm „Jolly Roger“ (Budapester-Straße) und dem „Knust“ (Neuer Kamp) stehen einige St. Pauli-Anhänger, die nichts als Randale wollen.

Plötzlich fliegen Steine auf Polizisten, es werden Böller gezündet. Selbst die Reiterstaffel wird attackiert. Die Tiere werden mit Leuchtkugeln beschossen. Mit Wasserwerfern und Pfefferspray versuchen die Beamten, die Randalierer auseinanderzutreiben. Zuerst ohne durchschlagenen Erfolg.

Etwa eine Stunde lang liefern sich die Beamten mit einigen versprengten Gruppen Straßenkämpfe. Rund um das Millerntor werden Straßenbarrikaden aufgestellt, Müllcontainer und „Dixi-Klos“ angezündet – immer wieder explodieren Knallkörper, Steine fliegen gegen Beamte. Rund 400 Randalierer sind unterwegs. Kurz nach 16 Uhr war es wieder ruhig auf dem Kiez.

Sieben Randalierer werden bei den Krawallen festgenommen, sieben weitere Teilnehmer in Gewahrsam genommen. Bei dem Einsatz wird ein Polizist schwer verletzt. Eine Flasche hat ihn am Hals getroffen. Etwa zeitgleich reisten die Rostocker vom Altonaer Bahnhof ab – ganz friedlich.

Vor dem brisanten Spieltag hatte ein vermeintliches Flugblatt der Polizei die Anwohner irritiert: Es hatte sie unter anderem aufgefordert, bei der Demo nicht das Haus zu verlassen und in Notfällen die Polizei über ihren „außerhäusigen Aufenthalt“ zu informieren. „Das Flugblatt ist gefälscht“, sagte Polizeisprecher Mirko Streiber.




Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?