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MOPO.de | Nabu warnt:: 1630 Tote in Hamburg durch dicke Luft
01. February 2016
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Nabu warnt:: 1630 Tote in Hamburg durch dicke Luft

Gasmasken

Frische Luft nur durch die Maske? Abgase durch Auto- und Schiffsverkehr sorgen für gesundheitliche Schäden.

Foto:

picture alliance / dpa

Es geht um Luftverschmutzung, überschrittene Grenzwerte und  gesundheitliche Folgeschäden. Anlässlich des heutigen Spitzentreffens im Rathaus zum Thema Luftreinhaltung schätzt der Naturschutzbund (Nabu), dass jährlich rund 1630 Hamburger  an den Folgen schlechter Luft sterben.

Hintergrund sind die Berechnungen der Europäischen Kommission. Demnach liegt die Zahl der Todesfälle wegen Luftverschmutzung in Europa jährlich bei 460000 Menschen. „Auf Hamburg heruntergerechnet sind das 1630 vorzeitige Todesfälle“, so Malte Siegert vom Nabu. Er kritisiert, dass das Hamburger Spitzentreffen ohne Fachleute der Umweltverbände stattfindet – dabei würden gerade sie über ein hohes Fachwissen zum Thema Luftverschmutzung durch Straßenverkehr und Seeschifffahrt verfügen.

Dass hingegen Vertreter der Automobilindustrie geladen wurden, lässt laut Nabu befürchten, dass es weniger um die Gesundheit der Bürger gehe. „Da geht es knallhart um den Schutz wirtschaftlicher Interessen. Diese Form der Hinterzimmer-Politik ohne Beteiligung der Umweltverbände muss endlich aufhören“, fordert Siegert.

Zu den gefährlichsten Stoffen in der Luft gehören Feinstaub und Stickstoffdioxid. Und obwohl die EU schon lange Grenzwerte festgelegt hat, werden diese oft überschritten. Hamburg wurde deshalb mehrfach von der EU-Kommission gerügt. Ein besonderes Problem: See- und Binnenschiffe dürfen den krebserregenden Ruß ungefiltert in die Luft blasen.