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MOPO-Kolumnist auf Zinne: Der Käpt'n legt sich mit Pegida an

MOPO Kolumnis Jürgen "Kapitän" Schwandt

MOPO-Kolumnis Jürgen "Kapitän" Schwandt

„Eine Armlänge Distanz halten, schützt nicht vor sexuellen Übergriffen, eine Mittelmeerbreite dagegen schon!“ – mit diesem menschenverachtenden Beitrag auf Facebook sorgt Pegida derzeit für einen handfesten Eklat – und spaltet die sozialen Netzwerke. Die Anhänger sind begeistert, die Gegner empört. MOPO-Kolumnist Käpt‘n Schwandt ist nun der Kragen geplatzt. Er ruft zur Facebook-Offensive auf.

„Zwischen denen und einem Rest Anstand liegt der komplette Pazifik“, reagierte der Käpt‘n in typisch hanseatischer Manier auf seiner Facebook-Seite. Der Kommentar sei  an Unmenschlichkeit und Zynismus nicht zu unterbieten. Mehr als 5.000 Menschen, darunter viele Kinder, seien nach Schätzungen von Hilfsorganisationen 2015 im Mittelmeer ertrunken. „Der Pegida Vergleich ist daher einfach ekelhaft.“

!!! AUFRUF !!! AUFRUF !!! AUFRUF !!! AUFRUF !!!Liebe Freunde,ich finde, es reicht.Ich las diesen Kommentar von Pegida...

Posted by Kapitän Schwandt on Thursday, January 7, 2016

Statt die Segel zu streichen und den Rechten das Feld zu überlassen, lässt der Seemann einen regelrechten Orkan aufziehen. Um 12 Uhr schrieb Schwandt am Donnerstag seine Meinung unter den umstrittenen Beitrag – und forderte seine knapp 18.000 Follower auf, es ihm gleichzutun. „Ich wende mich hier nicht an jene, die von ‚Rapefugees‘ schwadronieren – denen ist in ihrer Gedankenwelt nicht zu helfen.“ Vielmehr richte er seinen Appell an jene, die „vielleicht naiv hinterhertrotten“. „Ich möchte Euch auffordern, mich zu unterstützen - um zu zeigen, dass wir viele sind. Und die "schweigende Mehrheit" es eben nicht akzeptiert.“ Der Startschuss einer Kettenreaktion. Pegida-Anhänger und Käpt‘n-Freunde lieferten sich daraufhin zum Teil heftige Wortgefechte.

Helmuth Stibor schrieb etwa:  „Diese Leute aus Nordafrika haben kein Recht, sich auf deutschen Boden aufzuhalten! Unser Staat ist nicht fähig hier die Einreise zu verhindern oder sie sofort abzuschieben! Lieber soll das deutsche Volk verheizt werden!“ Yvonne Hentschel konterte direkt: „Keine Sorge, ihr verheizt euch schon selbst. Mit dem Hirn hat‘s ja schon angefangen.“

Die Diskussion ebbte erst ab, als Pegida die Reißleine zog – und den Beitrag vom Käpt‘n entfernte. Problem: Bis dahin wurde dieser bereits mehrfach kopiert und immer wieder im Nachrichtenverlauf eingestreut. Viel Arbeit also, um unliebsame Meinungen zu zensieren.



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