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Monika Griefahn: Greenpeace-Aktivistin wird Umweltdirektorin bei „Aida Cruises“

Im Dienste der Kreuzfahrt: Monika Griefahn (57)

Im Dienste der Kreuzfahrt: Monika Griefahn (57)

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dpa

Sie blockierte Giftmülltanker, kämpfte gegen die Verklappung von Dünnsäure in die Nordsee und gehört zu den Mitbegründern von Greenpeace. Jetzt wird Monika Griefahn Umweltdirektorin bei „Aida Cruises“. Ausgerechnet bei einem Unternehmen, das für die Abgasbilanz seiner Kreuzfahrtschiffe kritisiert wird!

Griefahn, die in den 90er Jahren zudem Umweltministerin in Niedersachsen war, übernimmt bei „Aida“ die Bereiche Umwelt und gesellschaftliche Verantwortung. Sie werde die Nachhaltigkeitsstrategie der Reederei weiterentwickeln, erklärte der designierte „Aida“-Präsident Michael Ungerer. Die Erfolge von „Aida“ gingen mit der Übernahme von Verantwortung einher, die Geschäftstätigkeit müsse so umweltverträglich wie möglich gestaltet werden.

Griefahn selbst erklärte, die Kreuzfahrtschiffe seien ein eigener Kosmos. Dort könne gezeigt werden, welche Möglichkeiten die Wirtschaft hat, führend im Bereich von Umwelt und Gesellschaft zu sein. Vor nicht allzu langer Zeit klang das noch ganz anders. Da prangerte die Ex-Aktivistin noch das „Greenwashing“ der Ölkonzerne an: „Aus Öltankern kann die beste Technik keine Ökotanker machen.“

Der NABU, der „Aida“ kürzlich mit dem „Umwelt-Dinosaurier des Jahres“ auszeichnete, reagierte entsprechend kritisch: „Bisher hat Aida sich durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit ausgezeichnet, aber nicht durch sauberen Antrieb“, so Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg. „Wir hoffen, dass Frau Griefahn dafür sorgen wird, dass auf den Einsatz von Schweröl verzichtet wird und die Schiffe eine Abgasreinigung erhalten.“





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