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Messer-Attacke in Ottensen: Georg C. (39) verblutet in seiner Wohnung

Gregor C. (39) stirbt nach einer Messer-Attacke in seiner eigenen Wohnung. Der Täter hatte ihm im Streit ein Messer ins Bein gerammt und dabei die Hauptschlagader getroffen.

Gregor C. (39) stirbt nach einer Messer-Attacke in seiner eigenen Wohnung. Der Täter hatte ihm im Streit ein Messer ins Bein gerammt und dabei die Hauptschlagader getroffen.

Foto:

Röer

Ein tödlicher Angriff mit Zeugen. Doch vom Täter fehlt jede Spur. Die Polizei sucht nach der tödlichen Messerattacke in Ottensen mit Hochdruck nach dem mysteriösen dritten Mann.

Mittwochabend in Ottensen: Michael B. (40) ist bei seinem Freund Gregor C. zu Besuch. Die beiden Männer trinken in der Wohnung (Zeißstraße) des 39-Jährigen – wie so oft. Doch diesmal hat der Hausherr auch einen Bekannten eingeladen.

Während der Alkohol fließt, erhitzen sich die Gemüter. Gregor C. und der Bekannte bekommen sich in die Haare. Der Bekannte zückt ein Messer, rammt es in den Unterschenkel des Gastgebers und flüchtet aus der Haustür – alles vor den Augen von Michael B.

Der 40-Jährige alarmiert die Feuerwehr, versucht die Blutung des Freundes zu stoppen. Nachbarn hören seine Rufe: „Hilfe, hier ist so viel Blut!“ Der Täter hat die Hauptschlagader von Gregor C. getroffen. Als der Notarzt eintrifft, ist er tot.

C. Eltern sind fassungslos. Der Sohn hat Renate (71) und Roman C. (75) Sorgen bereitet, seit er 16 ist: Drogen, Alkohol und Beschaffungskriminalität. Immer wieder haben sie versucht, ihren Jungen zu retten. Sie haben ihn zum Entzug geschickt. Selbst sechs Monate in Japan haben die Eltern ihm finanziert. Alles in der Hoffnung, Gregor C. würde endlich die Hände von den Drogen lassen. Alles umsonst. Renate und Roman C. haben ihren Sohn nun für immer verloren.

Ihre einzige Hoffnung ist, dass die Polizei den Täter findet. Eine knifflige Angelegenheit. Zwar hat Michael B. die Messerattacke beobachtet, kennt den Täter - allerdings nur flüchtig. Von dem Mann fehlt bislang jede Spur.

Dabei sah am Donnerstagmorgen noch alles nach einem schnellen Fahndungserfolg aus: Wenige Stunden nach der Messerattacke, nahm die Polizei einen Tatverdächtigen (39) fest. Die Beamten mussten den Mann aus Lurup aber wieder laufen lassen. Pressesprecher Holger Vehren: „Ein dringende Tatverdacht konnte nicht begründet werden.“ Auch die Tatwaffe ist noch nicht aufgetaucht.

Noch viel Arbeit für die Mordkommission auf der Suche nach dem mysteriösen dritten Mann…