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Leerstands-Skandal Breite Straße: In diesem Haus randalierten die Besetzer

Beide Gebäude stehen leer und sollen abgerissen werden.

Beide Gebäude stehen leer und sollen abgerissen werden.

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Hamburger Morgenpost

Ein Abriss-Antrag wurde gestellt, ein Bauvorbescheid liegt vor. Doch trotzdem passiert in den Häusern Breite Straße 112/114 absolut nichts. Dabei wurden schon vor zwei Jahren 25 neue Wohnungen an dieser Stelle angekündigt. Kein Wunder, dass die Besetzer sich gerade dieses Gebäude rausgepickt haben. Bereits im Mai 2013 gab es eine kleine friedliche Besetzung.

Die beiden Gründerzeithäuser verfallen seit vielen Jahren. Sie wurden bereits 2010 von „Mieter helfen Mietern“ als Leerstand ans Bezirksamt Altona gemeldet. Nach vielem Hin und Her mit Politik, Verwaltung und Eigentümer liegt auch heute noch keine Abriss-Genehmigung vor.

Grund sind offenbar Änderungen im Bauantrag, die nicht dem Bauvorbescheid entsprechen. Außerdem hat der Besitzer des Nachbargebäudes gewechselt und dieser hat laut Bezirksamt die Zustimmung zur Baumaßnahme zurückgezogen.

Mittlerweile sind auch die letzten Mieter der 16 Wohnungen ausgezogen. Geplant ist nun ein kühler Stein- und Glas-Neubau. Politiker von SPD, GAL, CDU und FDP in Altona hatten für den Abriss gestimmt. Gegen die Empfehlung ihrer Verwaltung. Mietervereine reagierten damals empört.

Der Eigentümer sei nun auch noch dafür belohnt worden, dass er die Gebäude so lange verkommen ließ, bis sich Schwamm und Schimmel breitmachen konnten. Eine Sanierung ist laut Eigentümer nicht mehr wirtschaftlich.

Die Initiative „anna elbe - Weitblick für Hamburg“ engagiert sich seit längerem gegen den Leerstand der Häuser in der Breite Straße. In einer Pressemeldung beschreiben sie die erfolglosen versuche, in dem Fall etwas zu bewegen. „Dass diese Ohnmacht sich irgendwann entlädt, ist nachvollziehbar“, heißt es. Und Hausbesetzungen seien bei Leerstand ein legitimes Mittel. Doch die Aktion der Besetzer sei trotzdem zu weit gegangen. Die Initiative fände es nicht richtig, Leben von irgendwelchen Menschen - ob Polizei oder nicht - zu gefährden.



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