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Lampedusa-Streik: 3500 Schüler gehen für die Flüchtlinge auf die Straße

Von "No border, no nation" bis "Kein Mensch ist illegal": Die Transparente sind bei den Kids dieselben, wie bei anderen Lampedusa-Demos - nur vielleicht etwas bunter.

Von "No border, no nation" bis "Kein Mensch ist illegal": Die Transparente sind bei den Kids dieselben, wie bei anderen Lampedusa-Demos - nur vielleicht etwas bunter.

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Patrick Sun

Streiken für die Flüchtlinge: Mehrere tausend Schüler haben am Donnerstagvormittag für ein Bleiberecht der sogenannten "Lampedusa-Gruppe" demonstriert. Der Schulstreik wurde nicht von der Schulbehörde unterstützt.

"Wer trotzdem fehlt, wird ins Klassenbuch eingetragen und braucht eine Entschuldigung der Eltern", sagte der Sprecher der Schulbehörde Peter Albrecht. "Schule und Lehrer sind politisch neutral." Unterstützt wurde die Schülerinitiative von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Sie rief dazu auf, "den Schulstreik als praktischen Politikunterricht" zu verstehen.

Los ging die Demo mit einer Kundgebung am Hauptbahnhof. Von dort zogen rund 3500 Schüler in Richtung der Hamburger SPD Parteizentrale in der Kurt-Schumacher-Allee.

Bis zu 300 afrikanische Flüchtlinge waren 2011 über die Insel Lampedusa zunächst nach Italien und im Frühjahr nach Hamburg gekommen. Ihre Unterstützer fordern ein Bleiberecht aus humanitären Gründen für die gesamte Gruppe. Der Hamburger Senat sieht dafür nach eigenen Angaben keine rechtliche Möglichkeit. Nachdem sich ein Großteil der Flüchtlinge namentlich bei den Behörden gemeldet hat, werden aktuell Asylverfahren eingeleitet und ein eventuelles Bleiberecht einzeln geprüft.