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MOPO.de | Hamburg bald unbezahlbar?: Die Angst vor den Wuchermieten
20. October 2012
http://www.mopo.de/8729870
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Hamburg bald unbezahlbar?: Die Angst vor den Wuchermieten

Gegen Wohnungsnot und Wuchermieten demonstrierten am Mittwochabend mehr als Tausend vor allem junge Hamburger in der Innenstadt.

Gegen Wohnungsnot und Wuchermieten demonstrierten am Mittwochabend mehr als Tausend vor allem junge Hamburger in der Innenstadt.

Foto:

Marius Roeer

Die Prognose ist furchterregend: Die ohnehin hohen Mieten in Hamburg werden weitersteigen, sagen Experten. Kein Wunder, dass es die Hamburger langsam mit der Angst zu tun bekommen. In einer repräsentativen Befragung im Auftrag der MOPO sagen 59,7 Prozent, sie hätten Angst, sich wegen der explodierenden Preise ihre Wohnung künftig nicht mehr leisten zu können.

Enttäuscht sind die Hamburger dabei von der Politik: Neun von zehn Befragten sagen, der Senat tut nicht genug für bezahlbaren Wohnraum, die Situation habe sich zuletzt überhaupt nicht gebessert. Eine schallende Ohrfeige für die SPD.

Kaum einer der 500 Befragten glaubt, dass Angebot und Nachfrage das Problem regeln können: 82,3 Prozent fordern deshalb von der Politik, Mieter stärker vor Preissteigerungen zu schützen. Lediglich 17,7 Prozent finden, der Markt allein solle die Preise regeln. Denn schon 50 Prozent der Befragten zahlen mehr als 8,51 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Knapp die Hälfte ist auch der Meinung, ihre Miete sei jetzt schon zu hoch. Und 47,6 Prozent wünschen sich eine größere Wohnung, können sich das aber nicht leisten.

Fast jeder Zweite hat zudem Angst, dass er in naher Zukunft den Stadtteil wechseln muss, wenn es bei der derzeitigen Preisentwicklung bleibt. Jeder Dritte könnte sich deshalb sogar vorstellen, ins günstigere Umland zu ziehen – das allerdings nur widerwillig: 66 Prozent fühlen sich da, wo sie wohnen, eigentlich sehr wohl.

Auch der Kauf einer Eigentumswohnung ist für die Mehrheit wegen der hohen Preise jedoch nicht realistisch. Dabei geben 57,3 Prozent an, dass sie sich gerne ein Haus oder eine Wohnung kaufen würden – es sich aber nicht leisten können. Nur 5,6 Prozent sind derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Objekt.