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Geheimakte über Fußball-Fans: Polizei sagte 2014: So eine Datei gibt es nicht

Polizei Volksparkstadion

Die Gewaltbereitschaft vieler Fußballfans veranlasste die Polizei im Jahr 2006 zu Erstellung der Datei "Gruppen- und Szenegewalt".

Foto:

dpa

Die Datei "Gruppen- und Szenegewalt" der Hamburger Polizei sorgt für Irritationen. Zum einen, weil sensible Daten von Privatpersonen gespeichert werden, zum anderen aber auch, weil die Polizei die Existenz der Datei zuvor leugnete.

Der Piraten-Politiker Burkhard Masseida fragte im Juli 2014 bei der Behörde für Inneres und Sport an, ob es eine Akte gewaltbereiter Fußballfans gebe. In sieben anderen Bundesländern existieren solche Dateien ebenfalls. Die Antwort des Landeskriminalamts, die der MOPO vorliegt, ist kurz und knapp: Eine derartige Datei gibt es nicht.

„Dieser Fehler ist bedauerlich“, sagte Polizeisprecher Timo Zill. Dies ändere aber nichts an der Rechtmäßigkeit der Datei. „Diese Datei ist für die Polizei Hamburg unter anderem für die Durchführung von Fußballspielen unerlässlich, um Straftäter und Störer erkennen zu können.“

2170 Personen führt die Datei "Gruppen- und Szenegewalt", darunter 1070 HSV-Fans und 426 Fans des FC St. Pauli. Sie gelten als gewaltbereite Fans oder als Kontakt- oder Begleitpersonen. Neben den persönlichen Daten der erfassten Personen werden auch bekanntgewordene Ermittlungsverfahren und Bilder gespeichert - ohne Löschfristen.

Linken-Abgeordnete Christiane Schneider, die mit ihrer Kleinen Anfrage an den Senat nun die Wahrheit ans Licht brachte, rät nun allen Fans, ein Auskunftsersuchen zu stellen.





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