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Gefürchtetes Gewalt-Ritual : Mai-Krawalle: So wappnet sich die Polizei

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Passanten schieben am Abend des 1.Mai 2010 im Schanzenviertel ein Auto von einer brennenden Barrikade weg.

Foto:

dpa

Brennende Barrikaden, Wasserwerfer, Steine werfende Demonstranten – der 1. Mai wird von vielen Krawallmachern traditionell dazu genutzt, es richtig krachen zu lassen. Im vergangenen Jahr gelang es der Polizei, das Gewalt-Ritual mit einem rekordverdächtigen Aufgebot von 2300 Beamten im Keim zu ersticken. Doch was erwartet uns in diesem Jahr?

„Wir werden einige Hundertschaften im Einsatz haben“, sagt Polizeisprecher Mirko Streiber. Wie viele Beamte es genau sind, will er nicht verraten. Auswärtige Kräfte wurden nach MOPO-Informationen in diesem Jahr aber nicht angefordert. Auch auf die Einrichtung eines „Gefahrengebietes“ in der Schanze wird verzichtet.

Für den Tag der Arbeit sind drei Großveranstaltungen angemeldet:

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft unter dem Motto „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit“ zu seiner alljährlichen 1.-Mai-Demo auf. Start ist um 11 Uhr auf dem Spielbudenplatz, die Abschlusskundgebung findet um 12 Uhr am Fischmarkt statt. Der DGB erwartet 5000 Teilnehmer. Die Polizei rechnet nicht mit Problemen.

Auch die Euromayday-Parade, die ab 14 Uhr von der Harkortstraße (Altona) aus in Richtung Reeperbahn zieht, wird als gewaltfrei eingeschätzt. Unter den rund 2000 Teilnehmern werden auch ältere Menschen und Eltern mit kleinen Kindern sein. In ihrem Aufruf fragen die Veranstalter: „Gefällt dir deine Stadt? Ist dein Lohn so gestiegen wie deine Miete? Rechnest du noch mit Rente?“

Weit weniger entspannt dürfte es bei der Revolutionären 1.-Mai-Demo zugehen. Die Polizei rechnet mit rund 1000 Teilnehmern, bestehend aus dem „linksextremen Spektrum“ und „gewalterlebnis-orientierten Jugendlichen“. Mirko Streiber: „Wir befürchten, dass es zu Störungen kommt.“ Problematisch ist auch, dass die Demo erst um 18 Uhr an den Landungsbrücken beginnt und in den späten Abendstunden in Ottensen (Spritzenplatz) endet.

Richtig brenzlig könnte es in Neumünster werden: Die NPD hat zu einer Demo aufgerufen. Erwartet werden etwa 200 Rechte – und mehrere Tausend Gegendemonstranten. „Wir gehen davon aus, dass Personen aus dem linken Hamburger Spektrum dabei sein werden“, vermutet Streiber.


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