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Fast wie im Amazonas Alter Botanischer Garten

Unterhalb der Brücke Jungiusstraße (Neustadt) ergießt sich der Wasserfall in den Alten Botanischen Garten.

Unterhalb der Brücke Jungiusstraße (Neustadt) ergießt sich der Wasserfall in den Alten Botanischen Garten.

Foto:

Florian Quandt Lizenz

Das Rauschen des Wasserfalls ist schon von Weitem zu hören. Auf einem vom Wasser umtosten Stein sonnt sich eine Rotwangenschildkröte. In den Bäumen sitzen Dutzende Vögel und liefern sich einen Sängerwettstreit. Nein, wir sind nicht am Amazonas, sondern im Alten Botanischen Garten, kaum 100 Meter vom Ring 1 in der City entfernt.

Sechs Kaskaden überwindet der Wasserfall unterhalb der Jungiusstraße und natürlich ist er künstlich angelegt. Doch wer am Ufer des Sees sitzt, in den er fließt, der merkt das nicht. Natur pur – nur ein paar Gehminuten vom Stephansplatz entfernt.

Der See war eigentlich mal ein Teil der Hamburger Stadtbefestigung. 1625 hatte der bekannte niederländische Baumeister Johan van Valckenburgh (1575-1625) einen Festungsring rund um Hamburg vollendet. Einem zehn Meter hohen Wall war ein 70 Meter breiter Wassergraben vorgelagert – der heutige See.

1819 wurden die Befestigungen abgetragen und in einen Landschaftpark umgewandelt – der Alte Botanische Garten entstand. Um 1900 wurde der Eingang vom Dammtor zum Stephansplatz verlegt. Ein prächtiger Eingang mit Pavillons und schmiedeeisernem Tor zeugt von dieser Zeit.

Damals wurde der Park noch von Portiers bewacht, damit die seltenen Pflanzen nicht gestohlen wurden. Viele davon wurden in den neuen Botanischen Garten umgesiedelt, doch der alte Garten hat noch immer seinen Charme. „Natur in städtischer Umgebung erlebbar zu machen“, das war damals das Ziel seiner Planer. Und das ist gelungen.