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Demo in Hamburg Video: Angriff auf FDP-Politiker Müller-Sönksen

Demonstranten protestieren gegen die überwachung durch Geheimdienste.

Demonstranten protestieren gegen die überwachung durch Geheimdienste.

Foto:

dpa Lizenz

Rund 2000 Menschen haben nach Polizeiangaben in Hamburg am Sonnabend friedlich gegen die Überwachung durch Geheimdienste demonstriert. Die Veranstaltung war Teil eines deutschlandweiten Aktionstages, den das Bündnis „Demonstrare“ in 39 Städten ausgerufen hat. Der Protest wurde vom Hamburger Bündnis gegen Überwachung organisiert, dem auch der Chaos-Computer-Club sowie einige Parteien angehören. Die Veranstalter sprachen im Gegensatz zur Polizei von 3000 Teilnehmern.

Während einer Rede des FDP-Bundestagsabgeordneten Burkhard Müller-Sönksen kam es zu einem Zwischenfall. Ein Demonstrationsteilnehmer kletterte auf den Lastwagen, der als Rednerbühne diente, und warf Müller-Sönksen zu Boden, berichtete Bündnissprecher Jan Girlich. Dabei sei der FDP-Politiker leicht verletzt worden.

Müller-Sönksen hatte sich gegen Überwachung ausgesprochen, wurde aber von den Teilnehmern wegen der Haltung der FDP innerhalb der Koalition ausgebuht. „Müller-Sönksen war geschockt und überrascht“, sagte Girlich, der sich von der Aktion distanzierte. „Der Chaos-Computer-Club verurteilt Gewalt und ruft zu friedlichem Protest auf.“

Am Nachmittag startete der Aktionstag nahe dem Hauptbahnhof, danach wollten die Aktivisten zur Reeperbahn marschieren, wo es eine Abschlusskundgebung geben sollte. Das Aktionsbündnis fordert ein Ende der Massenüberwachung sowie Asyl für den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, der die umfangreichen Überwachungspraktiken aufgedeckt hatte.