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Demo abgesagt: Er wollte die Hooligans nach Hamburg holen

Dominik F. kommt gerade von der Arbeit, doch der Fahrer für Krankentransporte will keinen Kommentar zur Demo abgeben.

Dominik F. kommt gerade von der Arbeit, doch der Fahrer für Krankentransporte will keinen Kommentar zur Demo abgeben.

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Ruega

Allein die Route war eine Provokation: Von der Schanze bis St. Georg wollten die Hooligans ziehen, über das Schulterblatt, an der Roten Flora vorbei! Verantwortlich war er: Dominik F. (Anfang 20) aus Lokstedt, Fahrer von Krankentransporten und Anmelder der Hooligan-Demo am 15. November. Diese wurde nun vom Veranstalter abgesagt, wie die Polizei mitteilte.

„Gegen den Terror des Islamischen Staates“, gegen Salafisten sollte angeblich protestiert werden. Doch nach der Demo in Köln schien klar: Es ging um eine Machtdemonstration – und um Gewalt.

Nach den Krawallen von Köln wirkte ein Aufmarsch rechter bis rechtsextremer Hooligans in der Schanze wie der blanke Wahnsinn. Was trieb F. an? Polizeilich trat er bislang nicht in Erscheinung. Die MOPO traf den fülligen jungen Mann mit dem kahlrasierten Schädel vor der Tür seines schlichten Mietshauses in Lokstedt – doch F. lehnte jeden Kommentar ab.

Kommunikationsschwierigkeiten mit ihm hatte offenbar auch die Polizei, die ihn lange Zeit nicht kontaktieren konnte. „Die Gespräche mit der Polizei laufen“, meldete F. dagegen bei Facebook.

Nun die Kehrtwende des Veranstalters. „Der Anmelder hat die Versammlung abgesagt“, sagte Polizeisprecher Andreas Schöpflin. Eine Begründung nannte F. nicht.


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