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Bei Elmshorn: Die Kalkgrube in Lieth ist eine Sensation!

Jahrzehntelang holten Bagger hier Kalk aus dem Boden, fraßen sich 32 Meter in die Tiefe. Inzwischen ist der Mini-Canyon in Lieth bei Elmshorn (Kreis Pinneberg) ein stilles Natur-Idyll – und ein spannendes Bilderbuch der Erdgeschichte.
Ein tiefes Loch, das ist der erste Eindruck beim Blick in die einstige Kalkgrube in der Gemeinde Klein Nordende. Die Hänge bewachsen, unten ein Tümpel mit einer kleinen, grauen Felseninsel.
Den Laien reißt das erstmal nicht vom Hocker (mit Ausnahme des eindrucksvollen Frosch-Konzertes), aber beim Blick auf die zahlreichen Schautafeln am Rande der Grube wird klar: für Geologen ist das Loch eines der wertvollsten Juwele in Deutschland. 2006 wurde die Kalkgrube gar als „Nationaler Geotop“ ausgewiesen, also als ein Ort, an dem die Erdgeschichte besonders gut zu erkennen ist.
Faszinierend, was die Experten in den rund gewaschenen Felsen sehen, die da so unscheinbar aus dem Tümpel ragen: Die bilden den Gipfel eines gigantischen, unterirdischen Salzgebirges!
„Wenn man alles rundherum wegbuddeln würde, dann hätten wir hier in Klein Nordende einen 8000er stehen“, flachst Hans-Joachim Wahlenberg (77) von der „Kulturgemeinschaft Tornesch“, der die Kalkgrube schon seit seiner Kindheit liebt, erst als Abenteuerspielplatz, später als Naturschutzgebiet.
Dass die Erdkruste an dieser Stelle anders als überall sonst in der Norddeutschen Tiefebene ist, fiel bereits 1844 auf, als die Bahnlinie von Altona nach Kiel gebaut wurde. Die Gleisarbeiter stießen auf roten Ton und Kalk – dafür muss man hier normalerweise Bergwerke anlegen, mindestens sechs Kilometer tief.
An einer der Abbruchkanten kann man den Ton schön sehen, leuchtend rot wie die Felsen von Helgoland – und unfassbar alt: „Diese Erdschicht entstand vor ungefähr 270 Millionen Jahren“, erklärt Hans-Joachim Wahlenberg. Vom Äquator bis nach Klein Nordende ist die Schicht in den Jahrmillionen gewandert. Da staunt der Laie dann doch.
Bis 1984 wurde hier Kalk abgebaut, dann verhinderte die „Kulturgemeinschaft Tornesch“ die Umwandlung in eine Müllhalde. Zum Glück. Wo sonst kann man gemütlich picknicken und von oben (!) auf die Gipfel eines 8000 Meter hohen Gebirges gucken? Gut, eines unterirdischen Gebirges. Trotzdem toll.

Jahrzehntelang holten Bagger hier Kalk aus dem Boden, fraßen sich 32 Meter in die Tiefe. Inzwischen ist der Mini-Canyon in Lieth bei Elmshorn (Kreis Pinneberg) ein stilles Natur-Idyll – und ein spannendes Bilderbuch der Erdgeschichte.

Ein tiefes Loch, das ist der erste Eindruck beim Blick in die einstige Kalkgrube in der Gemeinde Klein Nordende. Die Hänge bewachsen, unten ein Tümpel mit einer kleinen, grauen Felseninsel.

Den Laien reißt das erstmal nicht vom Hocker (mit Ausnahme des eindrucksvollen Frosch-Konzertes), aber beim Blick auf die zahlreichen Schautafeln am Rande der Grube wird klar: für Geologen ist das Loch eines der wertvollsten Juwele in Deutschland. 2006 wurde die Kalkgrube gar als „Nationaler Geotop“ ausgewiesen, also als ein Ort, an dem die Erdgeschichte besonders gut zu erkennen ist.

Faszinierend, was die Experten in den rund gewaschenen Felsen sehen, die da so unscheinbar aus dem Tümpel ragen: Die bilden den Gipfel eines gigantischen, unterirdischen Salzgebirges!

„Wenn man alles rundherum wegbuddeln würde, dann hätten wir hier in Klein Nordende einen 8000er stehen“, flachst Hans-Joachim Wahlenberg (77) von der „Kulturgemeinschaft Tornesch“, der die Kalkgrube schon seit seiner Kindheit liebt, erst als Abenteuerspielplatz, später als Naturschutzgebiet.

Dass die Erdkruste an dieser Stelle anders als überall sonst in der Norddeutschen Tiefebene ist, fiel bereits 1844 auf, als die Bahnlinie von Altona nach Kiel gebaut wurde. Die Gleisarbeiter stießen auf roten Ton und Kalk – dafür muss man hier normalerweise Bergwerke anlegen, mindestens sechs Kilometer tief.

An einer der Abbruchkanten kann man den Ton schön sehen, leuchtend rot wie die Felsen von Helgoland – und unfassbar alt: „Diese Erdschicht entstand vor ungefähr 270 Millionen Jahren“, erklärt Hans-Joachim Wahlenberg. Vom Äquator bis nach Klein Nordende ist die Schicht in den Jahrmillionen gewandert. Da staunt der Laie dann doch.

Bis 1984 wurde hier Kalk abgebaut, dann verhinderte die „Kulturgemeinschaft Tornesch“ die Umwandlung in eine Müllhalde. Zum Glück. Wo sonst kann man gemütlich picknicken und von oben (!) auf die Gipfel eines 8000 Meter hohen Gebirges gucken? Gut, eines unterirdischen Gebirges. Trotzdem toll.

Foto:

Florian Quandt

Jahrzehntelang holten Bagger hier Kalk aus dem Boden, fraßen sich 32 Meter in die Tiefe. Inzwischen ist der Mini-Canyon in Lieth bei Elmshorn (Kreis Pinneberg) ein stilles Natur-Idyll – und ein spannendes Bilderbuch der Erdgeschichte.

Ein tiefes Loch, das ist der erste Eindruck beim Blick in die einstige Kalkgrube in der Gemeinde Klein Nordende. Die Hänge bewachsen, unten ein Tümpel mit einer kleinen, grauen Felseninsel.

Den Laien reißt das erstmal nicht vom Hocker (mit Ausnahme des eindrucksvollen Frosch-Konzertes), aber beim Blick auf die zahlreichen Schautafeln am Rande der Grube wird klar: für Geologen ist das Loch eines der wertvollsten Juwele in Deutschland. 2006 wurde die Kalkgrube gar als „Nationaler Geotop“ ausgewiesen, also als ein Ort, an dem die Erdgeschichte besonders gut zu erkennen ist.

Faszinierend, was die Experten in den rund gewaschenen Felsen sehen, die da so unscheinbar aus dem Tümpel ragen: Die bilden den Gipfel eines gigantischen, unterirdischen Salzgebirges!

„Wenn man alles rundherum wegbuddeln würde, dann hätten wir hier in Klein Nordende einen 8000er stehen“, flachst Hans-Joachim Wahlenberg (77) von der „Kulturgemeinschaft Tornesch“, der die Kalkgrube schon seit seiner Kindheit liebt, erst als Abenteuerspielplatz, später als Naturschutzgebiet.

Dass die Erdkruste an dieser Stelle anders als überall sonst in der Norddeutschen Tiefebene ist, fiel bereits 1844 auf, als die Bahnlinie von Altona nach Kiel gebaut wurde. Die Gleisarbeiter stießen auf roten Ton und Kalk – dafür muss man hier normalerweise Bergwerke anlegen, mindestens sechs Kilometer tief.

An einer der Abbruchkanten kann man den Ton schön sehen, leuchtend rot wie die Felsen von Helgoland – und unfassbar alt: „Diese Erdschicht entstand vor ungefähr 270 Millionen Jahren“, erklärt Hans-Joachim Wahlenberg. Vom Äquator bis nach Klein Nordende ist die Schicht in den Jahrmillionen gewandert. Da staunt der Laie dann doch.

Bis 1984 wurde hier Kalk abgebaut, dann verhinderte die „Kulturgemeinschaft Tornesch“ die Umwandlung in eine Müllhalde. Zum Glück. Wo sonst kann man gemütlich picknicken und von oben (!) auf die Gipfel eines 8000 Meter hohen Gebirges gucken? Gut, eines unterirdischen Gebirges. Trotzdem toll.


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