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Auf dem UKE-Gelände - „Stimmklinik“ eröffnet: Professor Markus Hess: Er macht müde Stimmen flott

Trifft den richtigen Ton – auch bei seinen Patienten: Prof. Markus Hess (55) hat die erste deutsche „Stimmklinik“ eröffnet.

Trifft den richtigen Ton – auch bei seinen Patienten: Prof. Markus Hess (55) hat die erste deutsche „Stimmklinik“ eröffnet.

Foto:

MOPO

Opernsängerinnen, die die Töne nicht mehr treffen. Schauspieler, deren Stimmen versagen. Und Patienten, die kaum noch sprechen können. Professor Markus Hess (55) und sein Team kümmern sich um alle, die Probleme mit der Stimme haben.

Auf dem UKE-Gelände hat er gemeinsam mit zwei Kollegen die erste deutsche „Stimmklinik“ eröffnet. Ein lichtdurchfluteter Seminarraum mit Klavier, Designermöbeln, knallbunten Kissen und großformatigen Fotos. Die Räume der Deutschen Stimmklinik im Gesundheitszentrum an der Martinistraße (Eppendorf) haben kaum Ähnlichkeit mit einer Praxis. Dennoch kommen etwa 80 Prozent der Patienten mit einer Krankheit.
Sie leiden häufig an Heiserkeit oder einer Stimmbandlähmung und können kaum noch sprechen. Mit aufwendiger Technik behandelt der Professor seine Patienten. Er führt ein Video-Endoskop durch die Nase bis in den Hals zu den Stimmbändern ein. Die Bilder werden auf einen Bildschirm übertragen. „So können wir sogar Babys untersuchen und sehen, ob die Patienten zum Beispiel Narben auf den Stimmbändern haben, die weggeschnitten werden müssen“, sagt der in Washington geborene und in Hessen aufgewachsene Arzt.

Häufig setzt er einen speziellen Laser ein, um das Gewebe zu behandeln. Veränderte Gefäße werden damit verödet, ohne dass das gesunde Gewebe angegriffen wird. Die Schwerkranken würden nach wie vor im UKE behandelt werden. Der Professor nimmt lediglich ambulante Eingriffe vor.

„Es geht hier nicht um Leben und Tod, sondern um Lebensqualität. Unsere Vision ist es, eine Plattform für Menschen zu schaffen, die Fragen rund um die Stimme haben.“ Neben Hilfe für erkrankte Patienten bieten der Professor und seine 15 Mitarbeiter (darunter Atemtrainer, Gesangspädagogen und Psychotherapeuten) auch Coaching für Profi-, Chorsänger, Schauspieler und Moderatoren an. Welche prominenten Patienten er hat – das verrät der Professor nicht. „Das ist auch nebensächlich. Denn mir ist jede Stimme gleich wichtig.“

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Bei der Stimme von Coldplay-Sänger Chris Martin kommt sogar der Professor ins Schwärmen.


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