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Abdrücke an der Tür: Ohr verrät Hamburger Serien-Einbrecher

Sein Ohrabdruck überführte einen 33-jährigen Hamburger Einbrecher. Nicht das erste Mal, dass ein Dieb so geschnappt wurde: Das Symbolfoto zeigt das Ohr des Einbrechers Calvin Sewell. Er war der erste Kriminelle, der in Großbritannien mittels Ohrabdruck verknackt wurde.

Sein Ohrabdruck überführte einen 33-jährigen Hamburger Einbrecher. Nicht das erste Mal, dass ein Dieb so geschnappt wurde: Das Symbolfoto zeigt das Ohr des Einbrechers Calvin Sewell. Er war der erste Kriminelle, der in Großbritannien mittels Ohrabdruck verknackt wurde.

Die meisten Verbrecher werden wegen ihrer DNA-Spuren oder Fingerabdrücke erwischt. Bei Lazlo M. waren es – kein Witz – seine Ohren. Der 33-Jährige soll 96 Einbrüche begangen haben. Gesamtschaden: Eine halbe Million Euro.


Im Juli 2009 beginnt Lazlo M.s Einbruchstour durch Hamburg: In 14 Stadtteilen schlägt er zu, klaut Schmuck, Bargeld und Elektro-Geräte. Die Polizei findet an den Tatorten DNA-Spuren und Fingerabdrücke, doch der Täter kann nicht gefasst werden. Dann aber machen die Beamten der Spurensicherung die entscheidende Entdeckung: An den Haus- und Wohnungstüren finden sie Ohrabdrücke, bestehend aus Fettspuren und winzigen Hautpartikeln.


Schnell wird klar, es müssen die Abdrücke des Täters sein. Denn die meisten Einbrecher gehen immer gleich vor, wenn sie feststellen wollen, ob jemand im Haus ist: Sie pressen ihr Ohr an die Tür.


Aus DNA, Finger- und Ohrabdrücken erstellen die Ermittler ein Profil. In einem Gutachten wird nachgewiesen, dass dieses an 96 Tatorten gefunden wurde. „Ohrabdrücke haben einen ähnlich hohen Beweiswert wie Fingerabdrücke“, sagt Polizeisprecherin Sandra Levgrün.


Das Profil ist erstellt, doch der Beutezug von Lazlo M. geht weiter. Im Dezember 2011 ist Schluss: Der 33-Jährige wird bei einem Einbruch in Kiel erwischt und festgenommen. Bei der „erkennungsdienstlichen Behandlung“ wird eine Übereinstimmung mit dem erstellten Profil feststellt – Volltreffer!


Mittlerweile sitzt Lazlo M. in Untersuchungshaft. Hätte er bei seinen Taten eine Mütze getragen, wäre er womöglich ein freier Mann. Jetzt erwartet ihn eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren.





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