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6000 Protestler erwartet : Vor diesen Demos zittert Hamburg

6000 Demonstranten werden am Sonnabend in Hamburg erwartet. 3000 davon sollen gewaltbereit sein. Die Polizei rechnet mit schweren Ausschreitungen. (Archivfoto)

6000 Demonstranten werden am Sonnabend in Hamburg erwartet. 3000 davon sollen gewaltbereit sein. Die Polizei rechnet mit schweren Ausschreitungen. (Archivfoto)

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Röer

Mindestens 6000 Demonstranten werden erwartet, 3000 halten die Behörden für gewaltbereit: Hamburgs Polizei steht Sonnabend vor der größten Herausforderung dieses Jahres. Zwei Demos und eine Kundgebung sind in der City und in der Schanze angemeldet. Es geht um die Rote Flora, die Esso-Häuser und die Lampedusa-Flüchtlinge.

Wie ernst Hamburgs Polizei die Lage nimmt, zeigt, dass sie im ganzen Bundesgebiet Unterstützung angefordert hat. Unter anderem werden bereits Freitag Kräfte aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen erwartet. Drei Brennpunkte werden der Polizei alles abverlangen:

Lampedusa-Demo

Wie schon an den vergangenen drei Sonnabenden werden von 12 bis 16.30 Uhr mindestens 500 Demonstranten in der City für die Lampedusa-Flüchtlinge demonstrieren. Die Teilnehmer werden sich am Steindamm/Hauptbahnhof treffen und dann rund um die Binnenalster laufen.

„Internationale Demo“

Ab 14 Uhr sammeln sich Demonstranten vor der Roten Flora am Schulterblatt. „Die Demo soll allen Kraft geben für die weiteren Proteste“, heißt es in einem Aufruf der Organisatoren. Die Demo-Route führt durch St. Pauli und die Schanze.

Gegen 16.30 Uhr ist vor den Esso-Häusern am Spielbudenplatz eine Zwischenkundgebung vorgesehen. Die Abschlusskundgebung soll an der Feldstraße sein.

In Aufrufen heißt es aber: „Nach der Demo gibt es weitere Orte für Proteste und auch am Rande der Demo ist Platz für politische Intervention.“

„Versammlung gegen Konsum“

800 Teilnehmer werden zu einer Kundgebung gegen 17 Uhr vor der Handelskammer am Adolphsplatz erwartet. Das Motto: „Politische Räume statt Konsum. Die Stadt gehört allen.“

Die Polizei hat den Ort abgelehnt, als Alternative die Schanzenstraße vorgeschlagen. Die Kundgebungs-Anmelder werden dagegen vermutlich vorm Verwaltungsgericht klagen. Egal wer gewinnt, die Demonstranten kündigen „spontanen Protest“ an.

Dafür hat Wolfgang Linnekogel vom Einzelhandelsverband kein Verständnis: „Die Händler rund um die Binnenalster gucken mal wieder in die Röhre.“

Für die Polizei kommt verschärfend hinzu, dass parallel zu den Demos auch ein Heimspiele des HSV stattfindet.

Einen Vorgeschmack auf mögliche Krawalle gab es in der Nacht zu Dienstag am Bezirksamt Mitte (Klosterwall): Polizisten schnappten drei Männer (26-29), die mit Farbe gefüllte Weihnachtsbaumkugeln gegen die Fassade geworfen hatten ...

Dies sind die Schwerpunkte der Demonstranten am Sonnabend. Unklar ist noch, ob es wirklich auch am Neuen Wall Proteste gibt.
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Die PolizeiDie Demonstranten

Anzahl: Mindestens 2000 (aus der ganzen Republik)

Anzahl: 6000 (1500 von außerhalb) werden erwartet, darunter laut Polizei 3000 gewaltbereite Linksradikale.
Ziel: Sicherung der Innenstadt und der WeihnachtsmärkteZiel: Störung des Weihnachtsshoppings, Aufmerksamkeit für die Rote Flora und die „Lampedusa-Flüchtlinge“
Taktik: Massive Abschirmung der EinkaufszonenTaktik: Kleingruppen wollen in die Innenstadt einsickern und für Chaos sorgen.
Ausrüstung: Wasserwerfer (mind. 12), Räumpanzer, PferdeAusrüstung: Böller, Leuchtkugeln