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5.000 Stimmen: Ansturm auf Initiative gegen Großunterkünfte

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Harald Lübkert (67) hat gestern beim Anleger Teufelsbrück viele Unterschriften gesammelt.

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Florian Quandt

Der Druck auf Hamburgs Senat wächst – und zwar mit jeder Unterschrift. Seit Sonnabend sammelt die Volksinitiative „Hamburg für gute Integration“ Stimmen gegen Großunterkünfte. Und sie kommt enorm schnell voran:  Bereits nach dem ersten Tag sollen rund 5000 Unterschriften zusammengekommen sein.

„Ich gehe davon aus, dass wir am Sonnabend die Hälfte der erforderlichen Stimmen gesammelt haben“, sagt Initiativen-Sprecher Klaus Schomacker gestern zur MOPO. Ein mächtiger Schritt in Richtung Volksentscheid. Denn: Dafür müssten innerhalb von sechs Monaten mindestens 10.000 Unterschriften gesammelt werden. „Ich denke, bis zu den Ferien haben wir unser Ziel erreicht“, so Schomacker.

Die Forderungen der Initiative sind deutlich: Künftig soll keine Folgeunterkunft für Flüchtlinge mehr als 300 Plätze haben. Außerdem sollen Flüchtlinge maximal zwei Monate in Erstaufnahmen bleiben. Und: Zwischen allen Unterkünften sollen mindestens 1000 Meter Luftlinie liegen. Dass Hamburg sich dafür einsetzen soll, dass die Flüchtlinge künftig anders auf die Bundesländer verteilt werden, steht auch auf dem Infoblatt der Initiative.

„Der Zuspruch in der Bevölkerung ist groß. Wir sammeln  etwa 30 Unterschriften pro Stunde und Standort“, sagt Mit-Initiator Harald Lübkert. Die zwölf Bürgerinitiativen sind jeweils in ihren Stadtteilen unterwegs.

Das funktioniert anscheinend sehr gut – und sorgt für eine starke Verhandlungsposition. Am Dienstag gibt es das nächste Gespräch zwischen den Initiatoren der Volksinitiative und den SPD- und Grünen-Fraktionschefs Andreas Dressel und Anjes Tjarks. „Wenn da eine verbindliche Lösung herauskommt, mit der alle glücklich wären, wäre das ja auch nicht schlecht“, so Schomacker. Dressel und Tjarks hatten bereits angekündigt, die Initiativen an der Flüchtlingsunterbringung zu beteiligen.



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