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2500 Teilnehmer: Demo gegen Mietwucher in Hamburg

Rund 2500 Hamburger demonstrierten am 28. September gegen Miet-Irrsinn.

Rund 2500 Hamburger demonstrierten am 28. September gegen Miet-Irrsinn.

Foto:

Patrick Sun/ PATRICK SUN

„Keine Profite mit der Miete“, „Wohnraum vergesellschaften“, „Mietenwahnsinn stoppen“: Mit diesen Parolen sind am Sonnabend rund 2500 Menschen gegen zu hohe Mieten auf die Straße gegangen. Die Demo war teil eines bundesweiten Aktionstages. Die Polizei begleitete die Veranstaltung mit rund 900 Kräften. Eingreifen mussten die Beamten nicht.

Gegen 15.15 Uhr zog die Demonstration vom Millerntorplatz durch St. Pauli, das Schanzenviertel bis zum Karolinenviertel, wo am späten Nachmittag die Abschlusskundgebung stattfand. „Wir brauchen eine gesetzlich festgelegte Mietobergrenze bei allen Neuvermietungen, die weit unter dem aktuellen Mietendurchschnitt in Hamburg liegt“, sagt Marten Thiele vom „Bündnis Mietenwahnsinn stoppen“. „Wir haben eine andere Vorstellung von Stadtentwicklung und Wohnungspolitik als der Senat und die Wirtschaft. Wohnraum ist keine Ware. Daher setzen wir uns für die Vergesellschaftung von Wohnraum ein. Wohnraum muss allen Menschen zur Verfügung gestellt werden.“

Die Veranstaltung war Teil des bundesweiten Aktionstags „Keine Profite mit der Miete“, mit dem gleichzeitig in zwölf Städten auf das Problem hingewiesen wurde. Johanna Meule vom Demonstrationsbündnis: „In Hamburg lautet die Antwort des SPD-Senats: ’Bauen, bauen, bauen’. Doch Neubauten von sogenannten frei finanzierten und vor allem teuren Eigentumswohnungen stoppen den Mietenwahnsinn nicht.“ Es werde viel zu wenig bezahlbarer Wohnraum neu geschaffen.
Die Polizei zählte bis zu 2455 Teilnehmer. Der Veranstalter sprach von über 5000 Demonstranten. IKS