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MOPO.de | 1400 Wohnungen: Startschuss fürs Mega-Bauprojekt in der City Nord
10. February 2016
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1400 Wohnungen: Startschuss fürs Mega-Bauprojekt in der City Nord

Etliche Bäume auf dem Kleingartengebiet sind schon gefällt.

Etliche Bäume auf dem Kleingartengebiet sind schon gefällt. Sie werden im grünen Container gesammelt.

Foto:

Quandt

Winterhude/Barmbek -

Mehr als vier Jahre hatten die Kleingärtner für den Erhalt ihres Paradieses gekämpft, vergebens. In der City Nord haben nun die Bauarbeiten für das Pergolenviertel begonnen. Erste Maßnahme: Knapp 300 Bäume werden für eine Erschließungsstraße gefällt.

Das neue Pergolenviertel.

Das neue Pergolenviertel wird zwischen Hebebrandstraße und Alte Wöhr liegen.

Foto:

Screenshot/hfr

Seit Dezember ist der nördliche Abschnitt des Geländes eingezäunt, jetzt rumpeln Bagger und Radlader zwischen Dakarweg und Hebebrandstraße. Die Arbeiter müssen sich beeilen: Bis Ende Februar müssen die 285 Bäume, darunter 136 Obstbäume, gefällt sein – ab 1. März ist das Roden zum Schutz brütender Vögel verboten.

Eines von Hamburgs größten Bauvorhaben ist damit gestartet. Auf den 24 Hektar zwischen Hebebrandstraße und Alte Wöhr sind 1400 Wohnungen geplant, 60 Prozent davon öffentlich gefördert.  Die Backsteingebäude werden drei- bis achtgeschossig und sie bekommen grüne durchlässige Innenhöfe, ähnlich wie in der Jarrestadt. Allerdings werden dafür 330 Kleingärten geopfert.

Kleingärtner protestieren gegen die Abholzung.

Kleingärtner protestieren gegen die Abholzung der knapp 300 Bäume.

Foto:

Quandt

Entsprechend deprimiert  haben sich kürzlich ein Dutzend Kleingärtner vor Ort versammelt, um gegen die Abholzung der Bäume zu demonstrieren. Gegen den Bau können sie nun nichts mehr ausrichten. „Ein Kampf ist nie ganz vergebens, auch wenn man verliert. Wir haben zumindest das Signal gesetzt, dass nichts ohne Widerstand abläuft“, sagt Uwe Puttfarcken von der Initiative „Eden für Jeden“ trotzig.

Von den 330 Kleingärten werden rund 150 im neuen Quartier wieder angelegt, jedoch fallen die Parzellen kleiner aus. 90 Kleingärten ziehen nach Langenhorn, 60 in die Nähe des U-Bahnhofs Saarlandstraße.

Bis spätestens zum Herbst sollen alle Lauben und Pflanzen verschwunden sein, weil dann mit der Erschließung des Wohngebiets begonnen wird. Als Erstes wird die SAGA GWG mit dem Bau ihrer 250 Wohnungen starten. Ende des Jahres soll es so weit sein.





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