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MOPO.de | „Tatort“-Kommissare: Möhring: „Til und ich sind gute Freunde“
10. July 2012
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„Tatort“-Kommissare: Möhring: „Til und ich sind gute Freunde“

„Da passt kein Blatt zwischen uns“: Wotan Wilke Möhring (45, v.l.) über seinen Freund und Kollegen Til Schweiger (48)

„Da passt kein Blatt zwischen uns“: Wotan Wilke Möhring (45, v.l.) über seinen Freund und Kollegen Til Schweiger (48)

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dpa

Sein Handy klingelt ohne Ende. „Zu keinem Film haben mir mehr Menschen vorab gratuliert als zu diesem Engagement“, sagt Wotan Wilke Möhring (45), der neue „Tatort“-Kommissar für Hamburg und Norddeutschland. „Tausende haben angerufen. Freunde, Familie und viele Kollegen. Und das vor dem ersten Dreh.“

Und auch er hat sich gemeldet: Til Schweiger! Herrscht also keine Konkurrenz zwischen den beiden neuen „Tatort“-Kommissaren aus Hamburg? „Das ist Quatsch! Til und ich sind gute Freunde, wir haben zusammen gedreht. Da passt kein Blatt zwischen uns. Dass ich jetzt vor ihm anfange, ist Zufall. Keine Konkurrenz!

Wir kommen uns ja auch gar nicht ins Gehege.“ Über Tils erstes Einsatzgebiet weiß man noch nichts. Möhrings erster Fall als Fahnder Thorsten Falke führt ihn nach Klein-Flottbek.

Verbrechen kennt der neue TV-Kommissar aus eigener Erfahrung. „Ich habe einige Jugendsünden begangen, hatte aber immer einen starken, verständnisvollen Rückhalt. Autos geknackt, Hausfriedensbruch begangen, mich geprügelt – ich wusste nicht, wohin mit meiner Energie.“ Doch aus den Fehltritten hat er seine Schlüsse gezogen. „Die gehören ebenso zu mir. Ich betrachte das alles mit einer gewissen Ruhe, weil ich eben gereift bin, vieles schon erlebt habe.“

Was haben Wotan und sein Kommissar gemein? „Wir entscheiden beide alles aus dem Bauch heraus. Wenn etwas nicht stimmt, fühlen wir das – auch wenn wir’s nicht direkt beweisen können. Uns ist Loyalität und Freundschaft extrem wichtig.“ Aber es gibt auch einen entscheidenden Unterschied: „Er ist überzeugter Single.

Ich habe als Familienmensch mein Glück gefunden.“ Und zwar mit Lebensgefährtin Anna Theis (35, Kamerafrau) und seinen Kindern Mia (3) und Karl (1). Die beiden sind übrigens der Grund, warum Möhring sonntags die ersten „Tatort“-Minuten grundsätzlich verpasst. „Ich bringe da immer die Kinder ins Bett.“

Dabei liebt er die Reihe seit seiner Kindheit: „Der ,Tatort‘ ist ein Heiligtum, eine Institution über all die vielen Jahre geworden. Das Format ist stärker als die Darsteller.“ Seinen ersten „Tatort“ schaute Möhring als Kind heimlich bei der Oma.

Gibt es Ermittler-Kollegen, die ihm besonders gut gefallen? „Ich finde Matthias Brandt toll. Das ist einer, der alles anders macht. Und Ulrike Folkerts ist eine, die trotz ihre langen Zeit beim Tatort immer noch brennt. Das imponiert mir.“

Nur eines geht ihm beim Tatort auf die Nerven: das Privatgedöns der Kommissare. „Für mich steht wirklich der Fall im Vordergrund.“