Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?

Ja Nein
Aktuelle Nachrichten aus Hamburg, der Welt, dem HSV und der Welt der Promis.
  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
    3,467 Abonnenten

„DrugTest 5000“ Neues Testgerät: Keine Chance mehr für Hamburgs Kiffer

Der 20-Jährige muss das Mundstück des Testers eine Minute im Mund halten. Zehn Minuten später bekam er sein Ergebnis: Negativ.

Der 20-Jährige muss das Mundstück des Testers eine Minute im Mund halten. Zehn Minuten später bekam er sein Ergebnis: Negativ.

Foto:

Ruega Lizenz

Da schlottert der Kiffer und der Kokser bangt: Die Polizei hat ein neues Drogentestgerät. Eine Speichelprobe, zehn Minuten warten – und schon ist das Ergebnis da.

„DrugTest 5000“, so heißt der Schrecken aller Rauschgiftkonsumenten – der Apparat ist die neue Waffe der Polizei gegen Drogen am Steuer. Am Montag stellte Hauptkommissar Rößler in der Verkehrsdirektion das neue Gerät vor.

Bisher mussten kontrollierte Autofahrer für einen Drogentest auf ein Stäbchen pinkeln – das war für alle Beteiligten keine schöne Prozedur. Der „DrugTest 5000“ funktioniert hingegen mit einer Speichelprobe.

Etwa eine Minute hält sich der Proband ein Stäbchen in den Mund. Danach wird die schwarze Klappe am Kontrollapparat geöffnet, die Probe eingehängt. Zehn Minuten später gibt’s das Ergebnis.

Marihuana, Kokain, Heroin, Designerdrogen – das Gerät erkennt sie alle. Ob nun fünf Minuten nach dem Konsum oder bis zu zwei Tage danach. Ganz günstig ist das Gerät allerdings nicht.4.500 Euro kostet eins, zehn hat die Hamburger Polizei gekauft. Ein Test kostet 25 Euro.

Allerdings ersetzt die Prozedur den Bluttest nicht. „Das Gerät zeigt nur an, ob und welche Drogen konsumiert worden sind, nicht aber die Menge der Substanzen“, sagt Rößler.

Seit vergangenem Freitag ist der „Drugtest 5000“ im Einsatz. Bedarf gibt es genug: „Drogen im Straßenverkehr sind ein ernstes Problem“, so Rößler. 2010 gab es in Hamburg 86 Unfälle, weil Autofahrer sich unter dem Einfluss von Rauschgift hinter das Steuer gesetzt haben.

Zwar seien das weniger Unfälle, als von betrunkenen Autofahrern verursacht wurden (756), aber der Ausgang von Drogen-Crashs ist oft fatal: Bei 46 Prozent der Unfälle wurden Beteiligte schwer verletzt oder starben.