Großstadt-Oasen
Die schönsten idyllischen Oasen mitten in Hamburg.

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Paddeltour mit Kajak: Mit Annette auf dem Leinpfadkanal

„Einen schöneren Ort als den Leinpfadkanal gibt es für mich in Hamburg nicht“, sagt Annette Haye (51).
„Einen schöneren Ort als den Leinpfadkanal gibt es für mich in Hamburg nicht“, sagt Annette Haye (51).
Foto: Volker Schimkus

Kein Straßenlärm, kein Rauschen von S- und U-Bahn. Nicht mal Stimmen sind zu hören. Dafür Vogelgezwitscher und leises Gurgeln, wann immer das Paddel die Wasseroberfläche durchstößt. Ansonsten: Ruhe. Nichts als Ruhe. Wo kann ein gestresster Großstädter besser entspannen als mit einem Kajak auf dem Leinpfadkanal? Nirgendwo! Das meint jedenfalls Annette Haye.

Die 51-jährige Kosmetikerin und Fußpflegerin aus Hamburg sagt: „Wann immer es mein Job zulässt, hole ich mir beim Bootshaus Osterndorff (Isekai Ö 13) ein Kajak und los geht’s. Jede Paddeltour ist für mich wie ein kleiner Urlaub. Ich vergesse dann alles um mich herum. Alle Sorgen bleiben an Land zurück.“

Vom Wasser aus sieht Hamburg total romantisch aus. Der Kanal ist gesäumt von Weiden, deren Äste tief ins Wasser hängen. Darunter haben Enten ihre Nester gebaut. Küken brechen zu ersten Entdeckungstouren auf. Doch schnell bekommen sie Angst vor der eigenen Courage und flüchten sich zurück zur Entenmama.

Auf ihrer Tour sieht Annette Haye schöne Gärten und Häuser.
Auf ihrer Tour sieht Annette Haye schöne Gärten und Häuser.
Foto: Volker Schimkus

Annette Haye schaut mit ein bisschen Neid auf all die Villen, die sie auf ihrer Paddeltour passiert. Keine Ahnung, wer da lebt. „Aber Armut ist deren Problem nicht“, sagt sie und schmunzelt. Viele haben eigenen Wasserzugang. Die Terrassen sind toll gestaltet. Aus der Entfernung ist die sündhaft teure Inneneinrichtung zu erahnen. „Warum habe ich nicht auch so eine Hütte geerbt?“, scherzt sie.

Dann erzählt sie, was sie bei früheren Ausflügen schon so alles erlebt hat. Als sie ein Altenheim passierte, habe sie den Bewohnern zugewunken. Die hätten sich total gefreut, gerufen und gelacht.
Lustig auch diese Situation: „Ich kam an einem Haus vorbei, in dessen Garten die Besitzer gerade grillten. Als ich grüßte, kamen die sofort näher und haben mir eine Bratwurst rübergereicht. Ist doch wirklich nett, nicht wahr?“

Zwei Stunden sind vorbei. Eine venezianische Gondel passiert Annette Hayes Kajak. Langsam erreicht die Hamburgerin ihr heutiges Ziel: den Rondeelteich. Eine Gruppe Schwäne schwimmt vorbei. Weil die Tiere ihr bedrohlich nahe kommen, vergrößert sie den Abstand lieber, denn sie hat schon schlechte Erfahrungen gemacht. „Einmal“, so erzählt sie, „hat mich eine Schwanendame bedroht. Wenn die Junge haben, ist mit Schwänen nicht zu spaßen.“

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