Großstadt-Oasen
Die schönsten idyllischen Oasen mitten in Hamburg.

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Klein Flottbek: Miniatur-Dschungel für Entdecker

Mehrere Bachläufe mit üppiger Uferbepflanzung ziehen sich durch  den Botanischen Garten. Gerade blühen die Schwertlilien.
Mehrere Bachläufe mit üppiger Uferbepflanzung ziehen sich durch den Botanischen Garten. Gerade blühen die Schwertlilien.
Foto: Florian Quandt

Die ganze Welt auf engstem Raum. Das ist der Botanische Garten in Klein Flottbek. Ein 300 Jahre alter Ölbaum. Ein gigantisches Mammutblatt, das direkt aus „Jurassic Park“ stammen könnte, und ein üppiger Bambus-Wald. Wer mit offenen Augen durch diese Vielfalt wandert, entdeckt immer wieder Neues.

Wer noch nie im Botanischen Garten war, der erwartet nicht diese Ruhe. Zwar tummeln sich an den Wochenenden viele Besucher auf den Wegen, aber unter der Woche ist es wunderbar idyllisch zwischen den Beeten, Teichen und Bachläufen.

Da watscheln höchstens die Enten mit ihrem Nachwuchs vor den Besuchern her. Jetzt zum Sommerbeginn ist die schönste Zeit in diesem Garten, der auch zu den Lieblingsplätzen von Loki Schmidt gehörte und von ihr zeitlebens unterstützt wurde.

Der Wüstengarten mit Palmen und auffälliger Glas-Pyramide ist ein Geschenk der Vereinigten Arabischen Emirate an Hamburg.
Der Wüstengarten mit Palmen und auffälliger Glas-Pyramide ist ein Geschenk der Vereinigten Arabischen Emirate an Hamburg.
Foto: Florian Quandt

„Alles verändert sich gerade täglich“, schwärmt Walter Krohn (60). Soeben ist die Akelei verblüht und der Klatschmohn leuchtet rot. Bald sind die Rosen dran. Krohn ist Biologielehrer und ist an mehreren Tagen in der Woche mit Schülergruppen im Botanischen Garten. „Wissen Sie, warum der Klatschmohn so heißt?“, fragt er und macht gleich vor, wie man die Blütenblätter in der Faust zum Klatschen bringt.

„Diesen Garten können Kinder mit allen Sinnen erleben. Manche Pflanzen kannst du essen, du kannst sie fühlen, riechen, sogar drauf pfeifen…“ Wen die schiere Fülle ermattet, der kann sich nach dem Spaziergang ins Café Palme im Park setzen.

Von der Diskussion um heimische Pflanzen hält Krohn wenig. „Wie lange muss denn bitte eine Pflanze hier leben, damit sie sich heimisch nennen darf? Ich hole mir lieber die ganze Welt nach Hause.“ Seit er ein Jahr in England war, hat er sich den Gartenvirus eingefangen. „Der ist unheilbar.“ Alle Parkbesucher kennen Walter Krohn. Und sie sehen ihn nie ohne Hut. Warum? „Damit decke ich die Namensschilder der Pflanzen ab, damit die Schüler nicht schummeln.“

Der Botanische Garten

Der Botanische Garten ist noch jung, er wurde 1979 aus Platzmangel von der Innenstadt an den S-Bahnhof Klein Flottbek verlegt (Ohnhorststraße). Seit 1982 ziert die Skulptur „Nackter Adam“ den Eingang. Geöffnet ist der Park von 9 Uhr bis zur Dämmerung (Eintritt frei). Hunde verboten! Es gibt einen Apothekergarten, Bauerngarten, Duft- und Tastgarten. Der Verein der Freunde des Botanischen Gartens bietet viele Veranstaltungen an: den Weltwüstentag (17.6.) und den Imkertag (26.8.). Jeden Sonntag gibt es Führungen – heute zu Giftpflanzen im Garten (10 Uhr).

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